Lauf zwischen den Meeren 2016

(Nachtrag) – Damp – 27-29.05.2016

Der Staffellauf Lauf zwischen den Meeren 2016 (~96km von Husum nach Damp) ist schon wieder lange Geschichte. Was bleibt sind wie immer die Erinnerungen an das beste Wochenende des Jahres. Freunde, Laufen, Grillen & Feiern

LzdM 2016 - NudelpartyDieses Jahr standen wir – die LG Zippels-Runaways – mit drei Teams an der Startlinie. Erstmalig sogar mit einem Frauenteam. Die letzten Wochen hatten es unsere Organisatoren nicht gerade leicht. Viele Ausfälle, geschwächte LäuferInnen & Platzprobleme bei der Unterbringung.

Am Samstag ging es dann zum Start Richtung Husum. Unser Team verteilte sich mit mehreren Autos an den verschiedenen Wechselpunkten. Das Wetter spielte vormittags noch gut mit. Nicht zu warm, nicht zu kühl & eine leichte Brise. Nach den ersten 20km kam die Sonne langsam raus und brachte schweißtreibende Temperaturen mit sich. Den Körper Runterkühlen war für alle LäuferInnen angesagt.

Ich war relativ nervös, da es mein erster „Wettkampf“ dieses Jahr war. Mit einem flauen Gefühl im Magen stand ich beim Wechselpunkt in Fleckeby beim Wechselpunkt. „Es sind nur 9km“. Nach dem letzten Jahr hatte ich noch nicht wieder das Vertrauen in meinen Körper, um Vollgas zu geben. Dass ich trotzdem alles geben würde, war mir von Anfang an klar.

Der Läufer der vorherigen Strecke kam am Wechselpunkt an. Übergab den Staffelstab an mich. Ein paar Stufen musste ich beim Wechselpunkt hochlaufen und dann war ich endgültig auf der Strecke. Niemand vor mir, niemand hinter mir. Der erste Kilometer war schnell, aber es ging auch bergab.

Der Läufer der Staffel, die vor uns war, konnte ich die ersten Kilometer lang nicht erblicken. Es wurde wärmer. Sandiger Boden, Sonne von oben. Ich bin die Strecke schon zwei Jahre zuvor gelaufen und hatte sie anscheinend gut verdrängt. Mein Puls? Über den wollen wir nicht reden. Ich hoffe immer noch, dass es eine Fehlmessung meines Pulsgurtes war. (Siehe Aktivität bei RUNALYZE). Damals sah die Pulskurve komischerweise ähnlich aus…

Kilometer 6 – Nein wirklich? Muss das so warm sein. Ich war erledigt und dann sah ich plötzlich auch noch den Läufer der Staffel vor uns. Verdammt! Der Ehrgeiz kam hoch und gleichzeitig sagte mit der Körper „nein“. Ich behielt ihn im Blickfeld. Ganz langsam kam ich näher. Eher schleichend.

LzdM 2016 Pace

Kilometer 7 – die Strecke zieht sich hier. Ich konnte nicht mehr! Ich laufe keinen Meter mehr! Meine Beine machten sich weiter selbständig. Ich kam immer näher. Ein Radfahrer des anderen Teams kam plötzlich aus dem Nichts und feuerte ihn an. Dies stachelte mich aber an noch mehr Gas zu geben und nicht locker zu lassen.

Ich robbte mich an ihn ran. Er gab Gas. 800 Meter vor dem Wechselpunkt waren wir gleich auf. Ich gab Gas. Mein Limit war an dem Tag definitiv erreicht. Es brannte. Das Ende zog sich – der Wechselbogen wollte nicht näher kommen. Ich konnte letztendlich an dem Wechselpunkt uns den aufgeholten Platz sichern. Ich war aber definitiv überhitzt. „Too much des Guten“

Über meine Pace war ich am Ende sehr erstaunt: Ich hatte definitiv mit etwas Schlechterem gerechnet.

Am Ende sicherten unsere Männerstaffeln die Plätze 6 & 8. (ich bin im zweiten Team mitgelaufen). Unser Frauenteam feierte ausgelassen die Premiere und den sehr guten 3. Platz bei der Frauenwertung!

Über den Rest des Abends nach dem Lauf kann ich nur sagen: Was in Damp war, bleibt auch in Damp ;)

Euer Michael ;)

3 thoughts on “Lauf zwischen den Meeren 2016

    • Ist das schönste Wochenende des Jahres! Immer wieder! – Aber ja – am Sonntag sind alle dann irgendwie platt ;)

  1. Sehr cooler Bericht! Freut mich zu hören, dass es bei dir wieder besser läuft und du das vergangene Jahr scheinbar hinter dir gelassen hast! #runtodiscoveryourlimits

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