[Testbericht] Garmin 920XT Triathlonbundle (HRM-Swim, HRM-Tri)

Durch die Garmin RMA habe ich die 920XT vergünstigt als Ersatz für meine defekte 910XT bekommen. Demnach folgt wie immer bei einem neuen Gadget ein Testbericht:

Lieferumfang

Lieferumfang Garmin 920XT Tri-BundleIm Lieferumfang waren enthalten

Wenn man sich den Preis auf Amazon anschaut (551,93€) fällt man erstmal bewusstlos vom Sitz. Unglaublich was Garmin dafür verlangt.  Das Triathlonbundle ist, wenn man das HRM-Bundle und die Uhr alleine (Die im Standard-Set schon einen normalen Pulsgurt besitzt) kauft nicht mal viel günstiger. Etwas schade, dass Garmin da keinen besseren Preis anbietet/anbieten kann.

Was kann die Uhr?

  • Aufzeichnung von GPS
  • Aufzeichnen von Running Dynamics (Schrittlänge, -höhe; Bodenkontaktzeit)
  • Aufzeichnung beim Schwimmen von Anzahl der Bahnen (Bahnlänge einstellbar), Anzahl der Schläge pro Bahn, Erkennung des Schwimmstils
  • Schwimm-, Radeffizienz und VO2 max Werte
  • Aufzeichnen von Indoor-Laufeinheiten (mit Distanz – Beschleunigungssensor)
  • 24 Stunden Akkulaufzeit im GPS Modus (Angabe von Garmin)
  • 40 Stunden im UltraTrac (GPS wird deaktiviert und die Distanz wird über den Beschleunigungssensor gemessen – Empfehlung laut Garmin sind einige Laufeinheiten draußen mit GPS zur Kalibrierung)
  • Rad: ist kompatibel mit pedalbasierten Wattmess-Systemen, Trittfrequenzsensoren (Allgemein mit den meisten ANT+ Sensoren kompatibel)

Die Pulsgurte

„Wieso zwei Pulsgurte?“ fragt man sich, wenn man sich vorher nicht genau informiert hat. Es gibt also den HRM-Tri und den HRM-Swim.

HRM-Swim & HRM-Tri + Verlängerungen
HRM-Swim & HRM-Tri + Verlängerungen

Der HRM-Tri kann bei allen Sportarten getragen werden und zeichnet dementsprechend immer die Herzfrequenz auf. Beim Laufen werden auch zusätzlich Running Dynamics aufgezeichnet. Der HRM-Tri ist beim Schwimmen aber eher auf offenes Gewässer spezialisiert. Beim Triathlon wird man diesen eh unter einem Kleidungsstück tragen, sodass er nicht verrutschen wird. Das Material des HRM-Tris ist dehnbar.

Running Dynamics Grafik aus RUNALYZE (ja ich habe eine relativ niedrige Schrittfrequenz)
Running Dynamics Grafik aus RUNALYZE (ja ich habe eine relativ niedrige Schrittfrequenz)

Der HRM-Swim ist für das Schwimmen im Pool geeignet, da er ein besonderes Material besitzt, der den Gurt besser am Körper hält. Es ist ein silikonartiges Material und der Pulsgurt ist nicht dehnbar. Dafür legt Garmin Pulsgurt-Verlängerungen in verschiedenen Längen dazu, die den Pulsgurt so verlängern, sodass er bei jeder Person perfekt sitzt.

Im Test hat sich der HRM-Swim gut geschlagen. Wobei man sagen muss, dass der Pulsgurt wirklich eng & fest sitzen muss. Ansonsten spürt man beim Abstoßen doch eine kleine Bewegung des Gurtes. Ich bin mit der Qualität und der Sitzfestigkeit sehr zufrieden.

Die Aufzeichnung der Herzfrequenz beim Schwimmen

Materialunterschiede HRM-Swim (blau) & HRM-Tri
Materialunterschiede HRM-Swim (blau) & HRM-Tri

Wirft man einen Blick auf die Herzfrequenz während des Schwimmens (wie man dies während des aktiven Schwimmens schafft ist fraglich) wundert man sich, wieso keine Herzfrequenz angezeigt wird.

In Kurzform: Die Übertragung der Herzfrequenz findet erst nach der absolvierten Einheit statt.

Ausführlich: Nachdem man eine Schwimmeinheit absolviert hat und man aus dem Wasser gestiegen ist (oder sich Pulsgurt & Uhr über Wasser befinden)  werden die Herzfrequenzdaten von dem Pulsgurt geladen und an die Aktivität angehängt. Derzeitig (17.11.2015) ist die Herzfrequenz nur von Garmin Connect lesbar, aber ich kann euch schon verraten, dass RUNALYZE dies voraussichtlich in der Version 2.3 auch unterstützen wird.

Info: Garmin hat im neusten Softwareupdate der 920XT eine Funktion hinzugefügt, die es erlaubt die Herzfrequenzdaten nochmal manuell vom Pulsgurt herunterzuladen, wenn es beim automatischen Versuch fehlschlug.

GPS, WLAN, Bluetooth

IMG_3482 (1)Der GPS Chip ist vom Gefühl her deutlich besser als bei der 910XT. Ich muss nur um das Haus herum gehen und schon signalisiert mir die Uhr, dass das GPS bereit ist.

Praktischerweise besitzt die Uhr WLAN und Bluetooth, sodass sie automatisiert die Einheiten nach einmaliger Einrichtung über Garmin Express bzw. über die „Connect“ App fürs Handy (Android/iPhone) die Einheiten hochladen kann.

Für den Import der FIT-Daten in RUNALYZE muss die Uhr entweder an den PC angeschlossen und die Datei direkt importiert oder die originale Datei über die Garmin Connect Seite heruntergeladen und importiert werden.

Herzfrequenzvariabilität aktivieren

Herzfrequenzvariabilitätgrafik aus RUNALYZE
Herzfrequenzvariabilitätgrafik aus RUNALYZE

Zugegeben, was einem die einzelnen Werte sagen sollen weiß ich/wir (Runalyze) auch noch nicht ganz so.

Von Haus aus zeichnet die 920XT keine HRV Daten auf. Wollt ihr diese aber aufzeichnen müsst ihr eine FIT Datei auf die Uhr packen.
Dafür schließt ihr die Uhr per USB an euren Rechner an und ladet euch die FIT Datei (siehe http://the5krunner.com/2014/12/11/garmin-920xt-turn-on-hrv/) herunter.

Die Datei „enable_hrv_settings_file.fit“ packt ihr dann ins Verzeichnis „\GARMIN\NEWFILES“. Ab der nächsten Einheit werden die Daten dann aufgezeichnet und können bspw. von RUNALYZE gelesen werden.

Kritik

IMG_3484 (1)Die Garmin 910XT fand ich etwas einfacher zu bedienen, aber das ist Geschmackssache. Was mich am Meisten stört ist die Bedienung/Ansicht beim Stoppen einer Einheit. Garmin hat zwar einerseits mitgedacht, dass man beim Stoppen die Möglichkeit bekommt die Einheit zu speichern (wobei ich die frühere Methode über das längere „Halten“ des Rundenbuttons deutlich besser fand) und die Herzfrequenz (bspw. fürs Schwimmen) erneut vom Pulsgurt herunterzuladen.

Wenn ich die Uhr beispielsweise an der Ampel stoppe, gucke ich eher mal auf die Uhr und früher hat man die aktuellen Werte noch gesehen. Jetzt sieht man nur noch „Weiter“ oder „Speichern. Ich wünschte mir, dass Garmin hier etwas ändern würde.

Auch wenn ich keine extra Smartwatch brauche hat Garmin die Möglichkeit integriert über die Bluetoothfunktion vom Handy Benachrichtigungen anzeigen zu lassen. Dies hat aktuell bei mir noch nicht funktioniert, aber es soll angeblich funktionieren.

Fazit

Garmins 920XT ist eine super Triathlonuhr. Einige würden sich sicherlich wünschen, dass die kommende Uhr einen integrierten Pulsmesser (Messung am Handgelenk) besitzt, aber ich habe mich schon lange mit den Pulsgurten abgefunden und fühle mich wohl damit.

Die Uhr ist zwar deutlich überteuert und man zahlt sicherlich für den Namen mit, aber sie gehört zu den Besten Triathlonuhren am Markt. Es macht Spaß mit der Uhr zu trainieren.

Der Standy-By Modus (nur Uhrzeitanzeige + aktive Bluetoothverbindung/Benachrichtigung) ist ganz nett. Vor allem dann, wenn man den ganzen Tag mit der Uhr rumrennt. Bei diesem Preis legt man sie niemals ab!

Auch wenn ich stark von der Uhr schwärme: Es gibt auch gute Alternativen von Polar und TomTom.

Ich bin relativ gespannt wie die Entwicklung in den nächsten Jahren aussieht. Wie sehr wird es Richtung Smartwatch gehen? Ist TomToms Idee mit Musik auf der Uhr sinnvoll?

Wenn ihr genauere Informationen zur Uhr und Funktionen haben wollt könnt ihr sie hier gerne stellen. Auch wenn ich noch etwas genauere Tests haben wollt!

* Im befinden sich Links zu Amazon. Wenn ihr darüber einkauft geht ein ganz kleiner Gewinnanteil von Amazon an diesen Blog ohne Mehrkosten für euch.

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