[Testbericht] XBionic Effektor

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Sieht ja eigentlich gar nicht so schlecht aus

Sieht ja eigentlich gar nicht so schlecht aus

Effektor Running Power Pants

Was für ein Name “Power Pants”, aber bringen sie einem auch etwas Power?

Als ich die kurze Laufhose ausgepackt habe war ich erstmal verwundert. Da soll ich reinpassen? Kurz gesagt: Das Powershirt und die Power Pants dehnen sich immer wieder erneut, wenn man sie anzieht. Aus der Packung genommen sehen sie teilweise so klein aus, als müsste man sie an die eigenen Kinder verschenken.

Die zweite Frage die bei mir auftauchte, als ich die Hose sah. (Und damit war ich zum Glück nicht alleine). Trägt man da jetzt noch etwas darüber oder trägt man die Hose wie sie ist?

Nach kurzen Nachforschungen ergab sich: Man trägt sie, wie sie ist. Dennoch bin ich beim ersten Mal noch mit einer gleich langen Short gelaufen. Kam mir einfach merkwürdig vor. Bei kälteren Temperaturen, wie sie jetzt langsam kommen, kann man das auch ohne Probleme machen.

Die Power Pants sitzen unglaublich bequem. Durch die Dehnbarkeit passen sie sich dem eigenen Körper gut an und an den Oberschenkeln merkt man auch eine gute Kompression.

Das Mini-Shirt - Es liegt nach dem Anziehen aber perfekt am Körper

Das Mini-Shirt – Es liegt nach dem Anziehen aber perfekt am Körper

Effektor xbs.competition (Kompressionssocken).

Ich habe die Kompressionssocken beim ersten Mal so angezogen, wie ich auch die bekannten CEP Socken anziehe. Gleich war hinten ein kleiner Riss an der Wade. Der Wadenteil der Effektor Socken wird also keine so lange Lebensdauer haben, wie die CEP Socken. Am Fuß hingegen ist die Qualität deutlich besser. Der Fuß wird gut gedämpft und von den ersten Tests her würde ich sagen, dass der Fußteil der Socken nicht so schnell “hart” wird nach mehreren Monaten (durchs Waschen und Tragen).

Die Kompressionssocken von Effektor sind nicht schlecht, kommen aber nur teilweise an die Qualtiät von CEP heran.

 

Effektor Powershirt

Auch bei dem Powershirt dachte man beim ersten Mal, dass es eine Kindergröße ist. Aber ich kann euch versichern, dass das Shirt wirklich passt. Es schmiegt sich genauso an den Körper wie die Power Pants.

Das Shirt rutschte bei mir nie hoch, was ich als sehr wichtig empfinde.

Leider war das Shirt mir gerade bei schwülen Temperaturen zu nass. Es wollte einfach nicht während des Laufes trockener werden, sodass ich nach dem Lauf mich auch nicht mehr lange draußen aufhielt, sondern mich lieber nach drinnen verzog und das Shirt schnell auszog. Das Ausziehen des Shirts ist auch ein wenig trickreich, aber mit ein wenig Übung bekommt man das auch hin.

Kompression - Check!Gesamtbetrachtung:
Die X-Bionic Klamotten trocknen sehr langsam. Vor allem jetzt im Herbst/Winter. Ich habe von verschiedenen Marken verschiedene Kleidungsstücke, aber die Effektorkleidung braucht teils über einem Tag (und so kalt ist es bei mir auch nicht).

Getestet habe ich die X-Bionic Klamotten unter verschiedenen Bedingungen. Bei lockeren Dauerläufen, Intervalltraining, im Wettkampf (Kurzdistanz 4,5km) und bei einem Coopertest.

Im Wettkampf hatte ich nur die Kompressionssocken an. Sie dämpften zwar den Aufprall, aber um die Wirkung der Socken zu testen braucht es wohl eine längere Distanz. Bei einem langen Trainingslauf mit den Socken waren meine Füße/Wade auf jeden Fall locker. Unterstützend sind die Kompressionssocken auf jeden Fall.

Bei einem Coopertest habe ich dann alle drei Effektorklamotten an. Es fühlt sich schon etwas komisch an nur die Klamotten zu tragen. Am Meisten unterstützt haben mich auf den 3,6km auf jeden Fall die Power Pants. Sie federten den Aufprall gut ab und die Oberschenkel wurden langsamer müde. Gefühlt stimmen also die “+10% Performanceausdauer”

Der Klimatest

Die Effektorklamotten haben bei mir fast jedes Wetter (außer Schneefall und Minusgrade) mitgemacht. Der erste Test bei schwülen Temperaturen stimmte mich erstmal Positiv. Ich schwitzte zwar ordentlich, aber das Shirt kühlte mich.

Bei einem anderen Lauf war ich dann nicht mehr so überzeugt. Das Shirt kühlte mich zwar, aber es kühlte mich auch definitiv zu sehr in schattigen Bereichen. Vielleicht habe ich einfach zu sehr geschwitzt und/oder das Shirt hat nicht genug Schweiß nach außen abgegeben.

Die Laufhose blieb aber fast ganzzeitig trocken. Ob die Temperaturregulierung dort besser funktioniert weiß ich nicht. Ich friere sehr selten an den Beinen.

Ob es nun ein Zufall war oder nicht: Laut Verpackung versprechen die Effektorklamotten 2,4 Herzschläge pro Minute weniger. Bei dem Wettkampf über 4,5km und dem Coopertest (3,6km) war mein Herzschlag beim Letzteren im Schnitt um 3 Herzschläge geringer. (und das bei einer kürzeren/schnelleren Distanz).

Im Gesamten bin ich sehr zufrieden mit den X-Bionic Effektorklamotten, weiß aber nicht, ob ich bei dem stolzen Preis sie mir je gekauft hätte.

Update nach 2 Monaten: Die X-Bionic Klamotten sind den Preis wert. Im Einzelhandel werden sie sicherlich auch unter dem UVP angeboten.  Gerade jetzt bei den kälteren Temperaturen spielen die X-Bionic Sportklamotten aus der Effektorserie ihre Trumfkarte aus. Sie wärmen und das bei sehr wechselhaften Temperaturen. Kein Frieren – Ich muss nicht täglich überlegen was ich bei den noch sehr wechselhaften Temperaturen anziehe.

X-Bionic an, Musik an, Sportuhr starten und los geht es!

Update (19. Januar 2016):

Verschleißerscheinungen nach ~3 Monaten: Ich kann das Produkt (jedenfalls die Kompressionsstrümpfe und das Shirt) nicht für dauerhafte Nutzung empfehlen.

Unter den Achseln haben sich Löcher gebildet. Keine Ahnung wie und warum – Durch zu dünnes Material und/oder Abreibung. Das Shirt ist noch nutzbar, aber es sieht nicht mehr so ansehnlich aus.

Bei den Kompressionsstrümpfen gibt es ähnliche Probleme. Durch das ständige An- und Ausziehen reißen nach und nach einige Nähte und der Strumpf wird immer löchriger. Es sieht nicht mehr schön aus.

Für den Preis sollte man lieber auf CEP zurückgreifen.

Die X-BIONIC wurden mir über ein Test in der ISPO Community vergünstigt zur Verfügung gestellt. 

 

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