22. mare Straßenlauf [28.08.2015 – 10km]

Das war nichts. Seit dem Triathlon war die Luft raus und mein Körper wollte mir nicht die Energie im Training zur Verfügung stellen, die ich für das Training gebraucht hätte. Dazu kamen Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme.

Somit lief das Training in der Woche gar nicht und genauso motiviert kam ich mit den anderen Runaways in Holtenau an.
Selbst beim Warmlaufen wurde es nicht besser. Ich hätte mich auf der Stelle hinlegen und schlafen können.

Um 18.10 war der Start für die 10km Strecke. Es ging los und ich düste erstmal wie gewohnt los. Hätte ja sein können, dass durch ein Wunder die Energie wieder zurückkommen würde. Dem war aber nicht so.

Holtenauer Straßenlauf 2015Ich musste die unsere Runaways ziehen lassen und blieb dann in einer Dreiergruppe bei Fabian Braun, der doch relativ entspannt – so schien es jedenfalls – unterwegs war.
Es ging das erste Mal um den Holtenauer Leuchtturm herum. Zuvor sah ich schon Michael Wittig, der das Feld anführte. Meine Motivation sank und sank und sank.

Nach der ersten Runde (5km) war es deprimierend durch das Stadion über die Bahn zu laufen und in die zweite Runde zu gehen. Die Beine fühlten sich immer schwerfälliger an und von einer großen Motivation konnte nicht die Rede sein.

Ich ließ meine Gruppe erstmal ziehe und lief immer eher hinterher. Ich blickte immer seltener auf die Uhr – das war zu deprimierend die Pace zu sehen.
Nachdem es zum zweiten Mal um den Holtenauer Leuchtturm ging kam wieder die 2km lange Steigung. Ich ließ die Gruppe weiter ziehen.

Schlusssprint beim mare Straßenlauf 2015Erst als die letzten 800m anbrachen steigerte ich das Tempo und lief mit Nikolai Plath, der ein gutes Rennen gelaufen ist gleich auf. In der Kurve zum Stadion überholte ich dann und setzte dann nochmal zum Schlusssprint an. Ich überholte ihn und war vor ihm und Fabian Braun im Ziel.

Theoretisch hätte ich den Sprint natürlich auch lassen können. Aber irgendwie war er „für den Kopf“ wichtig.
Wie wichtig die mentale Energie („der Kopf“) im Wettkampf und im Training/Alltag ist werde ich nochmal in einem anderem Artikel ausführlicher erklären.

Mit einer Zeit von 37:28min (Pace: 3:45/km) auf 10km war ich natürlich absolut unzufrieden. Im Jahr zuvor bin ich eine 36:07min auf der Strecke gelaufen.
Wenn ich gleichzeitig noch einen Blick auf meine 10km Bestzeit (35:13min) aus diesem Jahr werfe, dann könnte ich im Boden versinken.

Wie es weiter geht?
Es steht noch der Kiel Lauf und Bordesholmer Seelauf an.
Nachdem ich den letzten Monat nur schlecht trainieren konnte sind jegliche Ambitionen gestrichen und es heißt einfach „nur mitlaufen“. Bestzeit ist gestrichen. Beim Halbmarathon heißt es eher nur durchkommen.

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