Relais de la Vallée du Semnon 2014

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen einen zweiteiligen Artikel zu schreiben, aber aufgrund des Zeitmangels (und des späten Schreibens) werde ich mich etwas kürzer fassen als geplant.

Bain-de-Bretagne - Vallee de Semmon 2014Am „Wochenende“ vom 26.09-29.09. begaben sich die The Runaways nach Bain de Bretagne.
Am frühen Freitag gegen 4:30h ging es nach Frankreich. Es war eine lange Autofahrt und ich habe gemerkt, dass die Musik auf meinem Handy eindeutig nicht für eine 16-stündige Autofahrt reicht.

Am Abend wurden wir von den Gastfamilien sehr herzlich empfangen. Jeder wurde jedem vorgestellt und wir sagten gleichzeitig auch welche Strecke wir laufen würden.
Nachdem ich meinte, dass ich den Halbmarathon laufen würde kamen einige Sprüche (auf Englisch).

Möchtest du nicht noch ein paar Gläser Wein trinken? Könnte auf der Strecke hilfreich sein.

Kurz gesagt meinten unsere Gastfamilien, dass fast alle Strecken hügelig sind, aber der Halbmarathon besonders fiese Steigungen hat. Das kann ja lustig werden
Der Abend war durch die lange Autofahrt dann auch schon früh zu Ende. Das Essen war aber typisch Französisch sehr lecker.

Tobi und ich waren bei der gleichen Gastfamilie untergebracht. Der Gastvater läuft selbst, sodass wir uns noch am Vorabend zu einem gemeinsamen Lauf um 8 Uhr verabredet haben. Gemütlich ging es 4,5km erstmal um den See.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Sightseeing. Wir besuchten die Städte Cancale und Saint Malo sowie die beeindruckende Küstenlandschaft zwischen ihnen.
Nicht nur die Städte waren total angenehm, sondern auch das Wetter spielte mit. Warm, wärmer, Sommer!

Wir kamen relativ spät wieder und somit gab es auch bald schon Abendessen, welches sich aber sehr in die Länge zog und somit kamen wir erst um halb 12 mit vollem Magen ins Bett.

Der Morgen war dann relativ entspannt. Aufstehen, Duschen und ab zum Start. Tobi war Startläufer und sicherte uns am Anfang den 3. Platz. Anschließend kam ich. Sichtlich nervös nach den ganzen Vorwarnungen stand ich am Wechselpunkt.
Tobi übergab den Transponder an mich und ich lief los. Wo ist eigentlich unsere Radbegleitung?
Nach 3 Kilometern kam auch unsere Radbegleitung bei mir an.

Die einzelnen Kilometer
Die einzelnen Kilometer
Einer der ersten Anstiege
Einer der ersten Anstiege

Die ersten 9 Kilometer konnte ich alle zwischen 3:33 und 3:50 durchziehen. Das lag nicht zuletzt daran, dass es hier meist bergab ging.
Da ich wusste, dass ich dies alles auch wieder hochlaufen musste versuchte ich mir dennoch alles so gut wie möglich aufzuteilen, was aber schwierig ist, wenn man nicht weiß was kommt oder allgemein nur relativ flache Strecken gewöhnt ist.

Ab Kilometer 10 ging es eigentlich nur noch bergauf. Beziehungsweise wenn es mal bergab ging, muss ich das gleiche Stück auch gleich wieder bergauf laufen.
Es überholten mich ein paar Läufer. Es war unmöglich da mitzuhalten. Es war denen anzumerken, dass sie die Strecke kannten.
Auf den letzten 700 Metern ging es nochmal bergauf. Ein Läufer lief an mich heran. Das letzte Stück liefen wir gemeinsam. An ein richtigen Schlusssprint bei einer solch schönen Steigung war nicht mehr zu denken. Die Kraftreserven waren aufgrund des ganzen Monats und wegen dieser hügeligen Strecke erschöpft.

Die Höhenmeter
Die Höhenmeter

Im Ziel war ich dann froh den Transponder an Torben übergeben zu können. Mit dem auf den letzten Metern zusammen gelaufenen Läufer wurde abgeklatscht und so ging es wankend zurück zum Auto. Mir ging es fast so „gut“ wie beim Lauf zwischen den Meeren.

Am Ende des Relais de la Vallée du Semnon konnten wir uns dank Sörens absoluter Glanzleistung auf der letzten Etappe den 6. Platz sichern.

Was für ein grandiose Leistung aller unser Läufer!

Nach dem Zieleinlauf
Nach dem Zieleinlauf

Am Abend wurde das Ergebnis zusammen mit der französischen Partnerschaftskommission gefeiert.

Am Montag ging es dann auf Richtung Heimat. Durch einen Motorproblem schlichen wir im Deutschland nur noch mit einer Geschwindigkeit von maximal 110km/h auf der Autobahn entlang, wodurch wir erst gegen 2 in Kiel waren.

Trotz der langen Autofahrt hat dieser Staffellauf und das ganze Drum-Herum sehr viel Spaß gemacht. Es war ein wirklich besonderes Erlebnis!

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