14. Bordesholmer Seelauf [21.09.2014]

Zieleinlauf Bordesholmer Seelauf 2014
„Du siehst voll fertig und verschlafen aus“ – Danke ;) Das hört man sehr gerne, wenn man zu einem Lauf aufsteht.
Eine Woche nach dem Kiel Lauf findet immer der Bordesholmer Seelauf statt. Immer wieder unpassend. Innerhalb einer Woche kann man sich nicht von einem Halbmarathon erholen, bei dem man alles gegeben hat.

Dennoch ging es mit Mutter zum Bordesholmer Seelauf. 17,2km sind wirklich anstrengend. Tobias und Marcel wollten nur einen Trainingslauf aus diesem Lauf machen – was eigentlich auch sinnvoll war nach dem Kiel Lauf. Zudem wollen sie in Neumünster nochmal auf der Halbmarathondistanz angreifen.

Warmlaufen, beruhigende Worte wurden mir noch zugeflüstert und dann standen die Läufer um 10 Uhr auch schon an der Startlinie. Es regnete nicht, der Wind hielt sich in Grenzen und die Temperatur zum Laufen perfekt.

Der Start war verhalten, aber in einem sehr angenehmen Tempo. Michael Wittig machte von Anfang an Druck. Nachdem erst fast die erste Abbiegung verpasst hatte, setze er sich dennoch wieder schnell nach vorne. Olaf Struck und ich hinter ihm.
Höhenmeter - Bordesholmer Seelauf
Bei Kilometer 6 die erste Steigung. Die ersten 5 Kilometer noch in einem Durchschnittstempo von 3:40min/km wurde es jetzt bis zum Ende deutlich langsamer. Bei den folgenden 10 Kilometern war fast kein Kilometer unter 3:50min/km. Wittig war mittlerweile kaum noch in Sichtweite. Somit waren Olaf und ich wohl relativ froh, dass wir bis Kilometer 14 zusammenliefen und gegenseitig noch mal ein wenig Druck machten. Aber die Energie war auf jeden Fall raus. Keine Reserven. Nichts mehr vorhanden.

Bei Kilometer 14 stand dann noch Henning am Rand – seiner Meinung nach sah das Laufen bei mir noch locker aus – (Mein Gefühl sagte mir zu dem Zeitpunkt etwas Anderes).
Ich hatte die Vermutung, dass Olaf Struck sich nur kurz hinter mir erholt und dann nochmal angreifen würde.
Zwischenzeiten - Bordesholmer Seelauf 2014
Mittlerweile überholte man die 10-Kilometer-Läufer, die sich ebenfalls auf den letzten Kilometern befanden. So musste man zwar ein wenig Slalom laufen, aber immerhin zogen sie einen noch.
Auf den letzten 800 Metern zog mich noch ein junger Läufer, der mir auch nochmal gut zuredete. Als es dann auf die letzten 200 Meter am Sportplatz ging gab ich nochmal alles.

Nach 1:04:04h war ich dann als Gesamt zweiter im Ziel. Für mich meinen persönlichen Streckenrekord aus 2012 um 52 Sekunden unterboten (01:04:56h).
Im Ziel war ich dann doch ein wenig schwankend unterwegs, sodass eine Sanitäterin noch ein paar Mal nachfragte, ob es mir gut ginge. Nach ein paar Minuten beruhigte sich dieser Zustand aber wieder.

Vor dem Start unterhielt ich mich kurz mit Marco Pohlmann und äußerte mich folgendermaßen „Ich bin ganz schön fertig“. Später meinte er noch „…dafür ist ein zweiter Platz doch höchst respektabel“.

Von der Renneinteilung war es nicht perfekt, aber mit diesem Ergebnis kann ich nach dem Kiel Lauf dennoch sehr glücklich sein.


Kommenden Freitag (besser gesagt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag) geht es mit einigen Runaways nach Frankreich zum Staffellauf nach Bain-de-Bretagne. Sonntag wird gestartet. Ich werde dort die längste Strecke (~21.2km) laufen. Montag geht es dann zurück.
Der Bericht dazu folgt wohl irgendwann in der nächsten Woche.

Nach dem Wochenende werde ich wohl erstmal 3 Kreuze machen. Am Ende werden 64 Monats-Wettkampfkilometer im Lauftagebuch stehen. Den Oktober werde ich dann sehr ruhig angehen. Vielleicht werde ich einen Wettkampf mitlaufen, aber ich denke, dass ich eher meinem Körper etwas Erholung im Urlaub gönnen werde.

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