Jahresauswertung 2012 – Teil 2 – In Worten

Selbstkritik muss sein. Nur so sieht man, was man falsch oder richtig gemacht hat. Dank des Eintritts in einen Verein und einem super Trainer, sehe ich nun schon viel besser was ich letztes Jahr (und die Jahre zuvor falsch gemacht habe). Die ersten Laufjahre waren vielleicht noch ganz in Ordnung, aber 2011 und 2012 hätte es schon ganz anders aussehen müssen.

–Zum ersten Teil der Jahresauswertung–

Erstmal zum Thema Erkrankungen und Verletzungen
Dieses Jahr hatte ich viel Glück. Ich hatte mal kleine „Wehwechen“ und 2-3 kleine kurze Erkältungen, aber keine hat mich länger als 5 Tage aus dem Training herausgehauen.
Was ich wohl gelernt habe ist, dass es dann auch richtig ist Pause zu machen. Die 5 Tage tun der Form nicht weh. Im Gegenteil sie können sogar Positiv wirken.
Nach den Krankheitsphasen bin ich dann auch nicht sofort wieder voll in den Trainingsalltag eingetiegen, sondern habe es die ersten 1-3 Tage ruhiger angehen lassen.

Allgemeines Tempo
Zu schnell! Bis Anfang November waren ~60% der Einheiten zu schnell. Zu schnelle lange Läufe und die Dauerläufe waren nicht vom Tempodauerlauf zu unterscheiden. Das ändert sich von nun an.
Ein Durchschnittstempo von 04:09 min/km bei 3279 Jahreskilometern ist viel zu schnell.
Im Dezember hatte ich nun „schon“ eine 4:12/km im Schnitt stehen.
Mir fällt es immer noch sehr schwer lange Läufe (>14km) in einem ruhigen Tempo zu laufen (4:30/km).

Steigerung der (Jahres)kilometer
Vorletztes Jahr (2011): 2.776
2012: 3.279
Steigerung um ungefähr 18%

Die durchschnittlichen Monatskilometer von 273km möchte ich in diesem Jahr auf etwas über 300km steigern. Ich denke das wird „automatisch“ passieren solange ich den Trainingsplan normal befolge.

Verteilung der Trainingstypen
Im November und Dezember sieht man schon eine bessere Verteilung, die sich jetzt nur noch minimal verändern wird.

Neue Bestzeiten 2012
Neue Bestzeiten auf der Marathon- (2:58:10h), Halbmarathon (1:21:01h), 10km (35:59min) und 5km-Distanz (17:05min).
Fakt: Man kann sich zwar auf allen Distanzen verbessern, aber das Verbesserungspotenzial wird nur minimal sein.
Deshalb…
Highlight 1: Nachdem ich es geschafft habe beim Hamburg Marathon unter 3 Stunden zu bleiben war für mich klar, dass 2012 kein weiterer Marathon auf dem Plan stehen wird.
Highlight 2: Halbmarathon: Beim Kiel Lauf bin ich die 1:21:01h gelaufen und somit nur knapp die sub1:21 verpasst. Es hat mich nicht geärgert, da die Strecke anspruchsvoll ist und auch nicht Bestzeitenverdächtig.
Highlight 3: Es ist „meine“ Lieblingsdistanz: Beim „Mare Straßenlauf “Rund um den Holtenauer Leuchtturm”“ habe ich die sub36min erreicht. Es war mein Jahresziel 2012 und bin froh, dass ich beim letzten 10er Wettkampf 2012 geschafft habe.

Die 5km Distanz hat es mir am Ende des Jahres doch ein wenig angetan. Leider hat es nicht geklappt unter 17 Minuten zu laufen. Ich bin mir aber sicher, dass 2013 etwas wird.

Was kommt 2013 | Ziele
… steht für dieses Jahr die Verbesserung auf der 10km und 5km Distanz im Fokus.
Ob ich mich auch mal an 3000m oder Kürzeres wage, weiß ich noch nicht. Ich höre da auf den Trainer und seine Meinung.
Das Jahr ist noch sehr jung und die Wettkampftermine stehen noch nicht fest. Es ist alles offen.
Nur im April ist ein dickes fettes rotes Kreuz für die Landesmeisterschaften in S-H für 10km Straße zu sehen.

Fakt ist, dass kein Marathon gelaufen wird (das wird nächstes Jahr auch nicht anders aussehen)
Beim Halbmarathon steht ein großes Fragezeichen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Mal sehen.

Es werden weniger Wettkämpfe (oder anders gesagt: Mehr Fokus auf bestimmte Distanzen und einige Wettkämpfe werden zur Formbestimmung genutzt)

Andere Sportarten
Rennrad 2012 bin ich mit dem Rennrad (Hälfte Straße | Hälfte Rolle) auch schon ca. 1724km unterwegs gewesen. Das ist nicht unbedingt viel, aber wenn man daran denkt, dass ich hauptsächlich laufe ;) Ich nutze es als Ausgleichsport und werde auch im Sommer hier und da mal an Wochenenden oder im Urlaub ein paar Kilometer fahren. Hier wird sich aber nicht viel am „Training“ ändern. Ich fahre um die Natur zu genießen und etwas mehr zu sehen als beim Laufen
Schwimmen Die Jahresstatistik lasse ich jetzt mal aus :D Da ist jeder mehr geschwommen als ich. Vielleicht schaffe ich es mit Nico oder mit anderen zusammen hin und wieder mal Schwimmen zu gehen. Auch ein netter Alternativsport um die Beine mal zu entlasten bzw. anders zu belasten. Ich muss mal sehen, wie das zeitlich alles hinhaut.

Jetzt würde ich euch noch gerne eine Statistik präsentieren die zeigt, dass Läufer nicht nur Laufen und vielleicht auch andere Sportarten betreiben, sondern dass auch Gymnastik, Kraft und Koordination wichtig sind. Aber da ich die immer nur hin und wieder mal eingetragen haben kann ich hier nicht wirklich etwas präsentieren. Es sind locker über 2 Tage, aber da ich nur 2 Monate dies „aktiv“ eingetragen habe fehlt da doch so einiges.

Fazit
2013 wird mehr Wert auf Qualitätseinheiten gelegt, trotz noch leicht steigender Quantität.
Das ist aber nicht schlimm.

Was mir nach dem Eintritt in den Verein aber aufgefallen ist:
Wenn man nicht gerade Student oder Schüler ist (bevor hier Streit entsteht: Es gibt solche und solche Studenten – einige haben während des Studiums mehr Zeit, einige weniger (Aktive Lern/Schreibphasen und mal weniger aktive Phasen), dann muss man am Anfang jeder Woche die Woche schon durchplanen. Samstag und Sonntag geht vielleicht ohne große Zeitplanung, aber Montag bis Freitag ist teilweise (mal extrem, mal weniger) durch die Arbeit eingeschränkt. Vor allem, wenn Dauerläufe und Koordinations und Krafttraining auf dem Plan stehen wird es an einigen Tagen wirklich schwierig.
Morgens Laufen ist nicht immer möglich und wenn, dann bringe ich morgens direkt nach dem Aufstehen nicht sofort die Leistung, die bei den Einheiten nötig sind/wären.

Ich möchte mich hier nicht beklagen, aber die Zeit die ich in den/meinen Sport investiere ist fast nicht mehr unter „Hobby“, sondern Amateur einzustufen.
Ich bin nicht der Schnellste, ich bin nicht der Beste, aber ich kann mich noch verbessern und ich möchte sehen, wie weit das noch geht. Wie viel ich noch erreichen kann.

Diese Jahr war vom Sport abgesehen sehr durchwachsen. Viel passiert, Positives und auch einiges Negatives. Vieles gelernt. Wie jedes Jahr halt.

Dieses Jahr wird nicht nur auf der sportlichen Basis interessant, sondern auch Beruflich ist noch nicht abzusehen, wie es weiter geht.
Und auch neben Sport und Arbeit werden sicherlich wieder Veränderungen auftreten.

Ich bin gespannt auf dieses Jahr, wie auf kein Jahr zuvor.

Ich wünsche euch allen ein verletzungs- und krankheitsfreies Jahr. Das die Beine locker sind und euch auch kein Ereignis aus der Bahn wirft.

Euer
Michael

P.S. Danke an meine Mutter für das ganze Waschen der Laufklamotten ;) :D

3 thoughts on “Jahresauswertung 2012 – Teil 2 – In Worten

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  2. Landschaftsflitzer

    Ich habe mich auf die „Wortfassung“ gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Sehr schön geschrieben. Was mir vor allem gefällt, ist deine Ehrlichkeit. Wie Hannes glaube ich, dass du viel Potenzial hast, wenn du dein Training ein bisschen variierst.
    Auch kann ich es wirklich sehr gut nachvollziehen, wie es neben beruflichen Verpflichtungen ist zu trainieren. Ich versuche auch jede Woche zu gucken, wann ich welche Einheit unterbringen kann. Bis jetzt klappt es ganz gut, auch wenn ich dafür ab und an früher aufstehen muss, als mir lieb ist.

    Reply
  3. Hannes

    Und ab dafür! Das klingt soweit alles vernünftig.

    Für die Landesmeisterschaften hoffe ich, dass die Strecke gut ist und genügend Konkurrenz vorhanden ist. Bei mir hat es letztes Jahr genau an den beiden Tagen der Meisterschaften nicht gepasst. Also auch immer brav einen Alternativplan haben ;)

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