Holstenköstenlauf [08.06.2012]

Stell dir vor du läufst deine Bestzeit und bist nicht zufrieden.

Es ist im Augenblick einfach zuviel. Das weiß ich selber. Aber bald gibt es ein Monat Wettkampfpause (und die ist auch nötig).

Gestern ging es direkt nach der Arbeit nach Neumünster zum Holstenköstenlauf. Am Bahnhof war die Luft richtig schwül. Kurz nachdem ich in den Zug zum Kieler Hbf gestiegen bin fing es dann auch an zu regnen.Gut! Die Luft kühlte nach und nach ab. Nach dem die Deutsche Bahn mal wieder ihr Image bestätigte (Zug kam zu spät an und ich verpasste den Anschlusszug) war ich dann 45 Minuten später als geplant am Bahnhof in Neumünster angekommen.

Noch gut 1 1/2 Stunden hatte ich Zeit bis zum Start. Nach einer kurzen Orientierung fand ich dann auch die Turnhalle, holte die Startunterlagen und zog mich um. Die 5-km Läufer mussten im strömenden Regen lauf. Nasser Asphalt muss ja nicht sein oder?…

Philipp, der letzte Woche auch mit den Runaways beim LzdM startete, war auch dabei. Genauso wie Tobi.
Das Wetter hatte sich wieder gefangen und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Die bis dahin runtergekühlte Temperatur stieg immer schneller. Es mögen um die 20°C während des Laufes gewesen sein.

Beim Einlaufen merkte ich schon, was ich die ganze Woche über spürte. Extrem schwerfällige Beine. Zwei versuchte Steigerungsläufe sagten mir. Das wird heute nichts.

Um 19 Uhr fiel dann der Startschuss. Alle vorderen Läufer kamen gut weg. Zusammen mit Tobi und einem weiteren Läufer liefen wir in einer Gruppe gemeinsam die ersten 4 Kilometer. Der erste Kilometer war mit 3:18min viel zu schnell. Ich wusste es, aber bisher klappte das bei den letzten Wettkämpfen ganz gut. Nach 4 Kilometer fing ich schon kurz an zu schwächeln. Tobi überholte und setzte sich nach vorne. Bei irgendeiner Kurve war für mich dann Schluss.
Nach dem Abremsen kam ich nicht mehr in den Lauf ordentlich rein.

Holstenköstenlauf 2012 - Split
Holstenköstenlauf 2012 - Split

Die erste Frau überholt mich dann auch bei Km 7. Keine Chance. Die Beine immer schwerer und ich muss auch sehr verkrampft ausgesehen haben. Ich wollte dennoch um die Bestzeit kämpfen. Die Geschwindigkeit bei jedem Kilometer immer langsamer. Dennoch versuchte ich bei Km 8 nochmal ein wenig Tempo aufzubauen. Vom langsamsten Kilometer 7 (3:52/km), konnte ich bei Kilometer 8 (3:49/km) es beim letzten Kilometer wieder auf 3:38/km erhöhen. Mehr ging nicht.

Trotz flacher Strecke war nicht mehr drin...
Holstenköstenlauf 2012 - Höhenprofil - Trotz flacher Strecke war nicht mehr rauszuholen

Im Ziel erholte ich mich auch nicht so schnell wie sonst. Der Schlusssprint kam mir auch sehr langsam vor. Endlos.

Im Gesamten hätte ich mit der Zeit von 36:26min (8 Sekunden besser als meine bisherige persönliche Bestzeit) zufrieden sein können, aber ich war es nicht. Letzte Wochenende hätte ich bei einer ordentlichen 10km Strecke unter 36 laufen können.

Trotzdem landete ich auf Platz 1 in meiner Altersklasse (MJA bzw. MJU20) und auf dem 8. Gesamtplatz.
Für jede/n LäuferIn gab es eine Tasse und für die Ersten in der Alterklasse noch einen Pokal.

Tobi fuhr mich netterweise nach Hause (so musste ich mich nicht nochmal mit der Deutschen Bahn quälen) und somit war ich um halb 11 doch schon zu Hause.

Ja ich sollte vielleicht zufrieden sein mit der Zeit, aber ich bin enttäuscht, dass es nach der Hälfte so schlecht lief.
Die Sonne schien am Ende doch kräftiger als erwartet und heizte zu sehr auf.
Ich hoffe in 1 1/2 Monaten beim nächsten 10er nochmals meine persönliche Bestzeit zu knacken. Einfach wird nicht nicht, aber ich werde sehen, dass ich mich bis dahin ordentlich erholt habe und noch ein wenig an meinem Tempo und der Tempoausdauer weiter feilen kann.

Sonntag geht es dann noch mit dem Kreis-Lauf-Plön (Staffel mit den Runaways) weiter. Mal sehen, ob ich genügend Energie haben werde)
Das heutige Auslaufen/Brötchen (4,2km) tat ganz gut, war aber auch dementsprechend langsam.

 

2 thoughts on “Holstenköstenlauf [08.06.2012]

  1. Wahnsinn, hier fliegen die schnellen Zeiten ja nur so rein. Herzlichen Glückwunsch zur neuen PB – auch wenn du dich nicht wirklich freuen konntest (was ich bei dem Rennverlauf übrigens auch ein bisschen verstehen kann).
    Jetzt weißt du aber, dass du noch schneller laufen kannst. Teile dir beim nächsten Mal den Lauf einfach besser ein. Ich meine dabei insbesondere die ersten Kilometer. Ich weiß es fällt schwer, die Spitze erst einmal ziehen zu lassen, aber im Endeffekt sammelst du einen nach dem anderen wieder ein und das motiviert gerade zum Ende hin viel mehr.
    LG LF

    • Ja ich bin den falsch angegangen, habe ich ja selber gemerkt, aber am Freitag fühlte ich mich auch nicht so wohl.
      Man wird sehen, was in diesem Jahr noch so kommt ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
Website

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .