ING New York City Marathon Tune-Up [25.09.2011]


Zufällig war ich zu dem Zeitpunkt mit meinen Eltern in New York [Danke fürs mitnehmen] im Urlaub.
New York ist schon gewaltig.
Zuvor waren wir noch 5 Tage in San Francisco.
Am 24.09. ging es dann von San Francisco nach New York. Immerhin auch 6 Stunden Flug.
Wer mich kennt, weiß, dass ich lange Flüge/dauerhaftes Sitzen nicht ausstehen kann. Aber was tut man nicht alles für USA.

Vorbereitet habe ich mich nicht auf den Lauf. Es sollte auch eher ein einmaliges Spaßerlebnis sein.
Aber weiter im Text.
Nach den 6 Stunden Flug waren wir dann gegen 18 Uhr im Hotel – nähe Broadway – angekommen.
Die Luft erschlug einen förmlich. 25°C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 80%.
Wenn man die derzeitigen Temperaturen und reine Luft aus Kiel gewöhnt ist, dann ist das grausam. Noch ein Restaurant gesucht, damit ich Pasta essen konnte und kurz danach ging ich auch schon ins Bett.

Um 5 gemeinsam mit den Eltern aufgestanden und zusammen ein Taxi zur 8th,9 …. genommen. Dort befindet sich das Büro der New York Runners.
Schließlich meldete ich mich dort, als einer der letzten, zum Lauf an und musste nicht 40$, sondern nur 15$ (die von meinen Eltern gesponsert wurden) zahlen.

Jetzt erstmal den Start suchen. Einfach mal den anderen Läufern nach. Die müssen wissen, wo es längs geht.
Irgendwann konnte man den Start nicht mehr übersehen. Vom Anfang an ging man an der Strecke längs.
Der Lauf schien von Anfang an gut organisiert zu sein. Man konnte seine Kleiderbeutel abgeben, vor dem Start schon Wasser bekommen.
Eingeteilt nach den persönlichen Zeiten stand ich im ersten Startblock (1-999)
Wie oben schon erwähnt, war die Temperatur & Luftfeuchtigkeit am Vortag nicht gerade angenehm. Morgens um 7 ging es zwar einigermaßen, aber warm war es auch jetzt schon.
Das konnte nicht gut gehen.
Start war um 7. Eine viertel Stunde vor dem Start noch mal auf die dort aufgestellten „Dixi Klos“ gegangen.
Ich glaube es ist ein Phänomen. Egal wie viele mobile Toiletten aufgestellt werden. Es bilden sich immer Schlangen davor vor dem Start.

18 Meilen standen mir bevor. Hört sich wenig an, aber 29,xxkm läuft man nicht unbedingt einfach mal so.
Los ging es! Es wurde nur kurz runtergezählt und schon ging es los. Etwas zu plötzlich. Es ging langsam voran. Zu langsam. Den ersten Kilometer gebe ich gerne etwas Tempo um warm zu werden. Ich musste einige überholen.
Es ging 3 Mal um den Central Park herum. Vorgestellt habe ich mir, dass die Strecke flach sei. Schon nach der ersten Meile musste ich feststellen, dass es nicht so war.
Nebenbei gesagt. Meilen sind, wenn man Kilometer gewohnt ist, eine sch…also schreckliche Angabe. Eine Meile = 1,6km. Ich hatte zwar meine Laufuhr mit, aber man achtet doch eher auf die Meilenangaben am Straßenrand.
Die ersten Meilen liefen gut. In der ersten Runde hatte ich mir vorgenommen die Strecke im relativ ruhigen Tempo zu erkunden.
Das Essen vom Vorabend lag mir leider noch im Magen und machte sich ab der 4. Meile bemerkbar. Zu früh. Ich reduzierte mein Tempo. Es gab insgesamt 5 Trink und Toilettenstationen auf einer Runde um den Zentral Park.
Leider musste ich auf der ersten Runde Letzteres in Anspruch nehmen.
Schnell rein & nach 45 Sekunden war ich wieder draußen. Es lief sich wieder lockerer.
Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit machte sich aber schon bemerkbar. Nach der ersten Runde schien ich doch etwas erschöpft zu sein.
Mein Gedanke „Eine Runde hätte auch gereicht“ half mir nicht unbedingt dabei.
Egal, den Lauf muss ich beenden. Man läuft nicht jeden Tag/Jahr/Leben in New York ein Wettkampf. Wenn auch der 5 Meilen Lauf am kommenden Sonntag im Central Park mir gereicht hätte.

Es ging in die zweite Runde. Viel zu berichten gab es nicht. Ich sah das selbe wie zuvor. War aber auf die Ansteigungen/Abstiege vorbereitet.
Langsam brach ich ein. Die Hitze erschlug ein. Mir kamen Erinnerungen an den diesjährigen Hamburg Marathon hoch. Selbe Hitze & Luftfeuchtigkeit.
Was solls. Die zweite Runde lief ich, wie fast schon erwartet schneller. Kein Wunder. Dieses Mal war kein Toilettengang inbegriffen.
Beim Start/Ziel wieder angekommen fühlte ich mich wie erledigt. Es lief nichts mehr. Durch die Tage in San Francisco, den Flug am Tag zuvor und die Wettersituation ging gar nichts mehr.

Zieleinlauf
Zieleinlauf
Meine Eltern riefen mir noch zu. „Ruhig weiter laufen. Hauptsache ankommen.“
Mehr als „ankommen“ war an diesem Tag auch nicht mehr drin.
Zwischenzeitlich konnte ich wieder ein wenig Tempo reinlegen, aber kurz danach verfiel ich wieder dem langsamen 4:40er Pace.
Auf der letzten Runde lief wirklich nichts mehr. Kurzzeitig musste ich gehen, fing aber dann schnell wieder an weiterzulaufen.

Dann war irgendwann das Ziel nicht mehr weit entfernt. Ich war froh. Ich konnte es sehen & hören. Noch einmal zog ich das Tempo am Ende an und danach war es auch geschafft.
Endzeit: 2:14:14
Nicht mal annähernd das, was ich eigentlich laufen kann.
Ein 4:38 Pace. Grausam.
Selbst in einer viel zu schnellen, langen Trainingseinheit von 30km konnte ich 4:05 laufen.

Aber unter den Umständen sollte ich zufrieden sein.
Letztendlich war es der 150. Gesamtplatz (von 3828), 135. (von 2009) von den Männern & 1. (von 3) in der Altersklasse.
Der Abstand zum zweiten in der Altersklasse betrug gute 35:41.

Da meine Eltern und ich nach dem Wettkampf gleich zurück zum Hotel sind, habe ich gar nicht mitbekommen, dass ich 1. in der Altersklasse war. 2 Tage später haben wir dann noch mein Award abgeholt.

Fazit: Es war ein interessantes Rennen rund um den Central Park, welches – auch wenn die Zeit nicht so gut war – ich nicht so schnell vergessen werde.

Details:
Strecke: 3x um den New York Central Park
107 Höhenmeter

4 thoughts on “ING New York City Marathon Tune-Up [25.09.2011]

  1. Ich muss Laufhannes recht geben … mal so aus dem Stand da mitzumachen ist schon verrückt, doch seine Erfahrung wert. Keine Frage.

    Vielleicht zieht es dich ja irgendwann noch einmal nach New York um einen Marathon zu laufen. Sicher nicht ausgeschlossen! Oder?

    Grüße Torsten …

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