22. Deich- und Salzwiesenlauf (26.06.2011)

Ausnahmsweise bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es war mein erster offizieller Halbmarathon. Groß darauf vorbereiten konnte ich mich nicht, da die letzten Wochen mit Wettkämpfen voll waren.
Ohne große Erwartungen stand gegen viertel nach 7 auf. Das Wetter war nicht besonders schön, aber das braucht es ja zum Laufen nicht zu sein.

Gegen halb 9 war war ich dann beim Sportplatz in Schönberg. Unterlagen abgeholt und nochmal ausgeruht und in mich gegangen. Ich konnte nicht einschätzen wie ich drauf war. Meine Beine fühlten sich relativ gut an. Besser als beim Schülerstraßenlauf am Mittwoch. Aber was ich erreichen könnte, konnte ich nicht einschätzen. Einziges Ziel: Unter 1:30h.

30 Minuten vorher lief ich mich warm. Dehnübungen. Wie immer halt.

Start 9:30
Der Start verlief ohne große Schwierigkeiten. Ich setzte mich mit den geschätzten 8 Läufern vorne ab. Schon nach 2/4 der Sportplatzrunde kam mir das Tempo langsam vor. Ein Blick auf die Uhr sagte mir aber, dass der Schnitt für den Start akzeptabel war. Vom Sportplatz ging es Richtung Parkplatz und von dort aus zur Straße. Wieder der gleiche Gedanke. Mir kam es langsam vor: 3:47. Kein schneller Schnitt für den Start. Ich konnte bloß nicht vorbeilaufen, da die 4-5 Läufer den Weg versperrten. Im Rückblick würde ich aber sagen, war der Start genau so wie er war, in Ordnung. Nicht zu schnell.
Die ersten 10 Km lief ich in 39:20 (Schnitt immer zwischen 3:47 und 4:04 (Nur 3km über 4:00 Pace).

Bis Kilometer 7 hatte ich einen Gegner/Läufer. Mal neben, vor und hinter mir. Irgendwann setzte er sich nach hinten ab. Ich konzentrierte mich auf den 1. Läufer. Mir war klar, dass ich ihn nicht mehr einholen könnte, aber ich versuchte ihn so lange wie möglich im Blickfeld zu haben. Was am Deich nicht schwierig fiel

Bei Kilometer 15 merkte ich dann irgendwann, dass der Läufer, welcher hinter mir lief mich einholen würde. Er war zwar noch einige Meter hinter mir, aber meine Beine wurden langsam etwas schwerer und mein Pace verschlechterte sich weiter.
Er kam näher und näher. Bei Kilometer 19,5 überholt er mich.
Ich hing mich nun an ihn ran. Anfangs klappte dies auch noch, aber ich kam nicht näher an ihn heran. Wie schon am Mittwoch hatte ich Probleme richtig tief einzuatmen. Diese verhinderte, dass ich noch einmal ordentlich anziehen konnte.
Den letzten Kilometer lief ich dann noch im 3:55er Schnitt. Mehr ging nicht. Ich war erschöpft.
Es ging zur Sportplatzrunde. Ein kurzer Blick zurück. War da noch jemand hinter mir? Nein. Trotzdem sprintete ich noch ins Ziel hinein. 9 Sekunden hinter dem 2.. Es war knapp.

Am Morgen hätte ich es nicht geglaubt 3. zu werden. Vor allem da es mein erster offizieller Halbmarathon war.
Ausnahmsweise bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.

Bei der Siegerehrung durfte ich dann gleich 3x hoch.
– Einmal zum 3. Gesamtplatz der Männer (und auch Gesamt)
– Einmal zur Siegerehrung der Altersklasse (1.)
– Und zur Teamwertung (2. Platz)

Am Ende der Siegerehrung fragte mich eine Trainerin des TSV Schönberg, ob ich nicht die Schüler D trainieren könnte.
Ich würde dies auch sicherlich gerne machen. Aber 40 Minuten Fahrt hin und zurück sind nicht zu unterschätzen.
Für einen Verein in meiner Nähe würde ich auf jeden Fall eine Trainingsgruppe übernehmen. Würde auf jeden Fall Spaß machen.

Die Daten:
Strecke: 21,1km (HM)
Zeit: 01:24:51
Pace: 04:01

4 thoughts on “22. Deich- und Salzwiesenlauf (26.06.2011)

  1. Plätze sind üblicherweise je nach Konkurrenz Schall und Rauch, auch wenn es einen in dem Moment freut – und natürlich kannst du darauf stolz sein.

    Die Zeit ist für den Halbmarathon aber wirklich erste Sahne. Mal eben fünf Minuten unter dem Ziel geblieben – ’ne sub1:25 muss man erst einmal laufen ;-)

    • Dass Plätze Schall und Rauch sind sieht man ja am Schülerstraßenlauf am Mittwoch. Schlechte Zeit und trotzdem relativ weit vorne.
      Trotzdem bin ich mit der Platzierung, gerade wegen der Zeit, zufrieden. ;)

  2. Der TSV-Kronshagen sucht immer motivierte junge Trainer für Trainingsgruppen im Schülerbereich. Wenn du Lust hast müssen wir mal schnacken.
    Viele Grüße, Torben

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