Es war nicht mein Tag. Aber dennoch so knapp.
Aber beginne ich mal von vorne.
Nach der Arbeit fuhr ich dann gegen kurz nach 5 nach Hamburg. Ich war schon den ganzen Tag am überlegen, ob ich am Lauf teilnehmen werde/möchte. Ich war irgendwie müde und meine Beine fühlten sich schwer an.
Aber wer wäre ich, wenn ich nicht starten würde. Gegen halb 7 war ich dann in Hamburg und hatte dann tatsächlich ein Parkplatz – zwar etwas weiter weg – gefunden.
Auf der Suche nach dem Start (irgendwie hat mich mein Handy falsch geführt) bin ich schon ein großes Stück der Strecke abgegangen, bis ich dann merkte, dass ich falsch herum ging.
Habe dennoch einen Läufer & eine Läuferin gefragt, die gerade vorbeiliefen (da ich halt dachte, dass die auch am Hamburger Nachtlauf starten). Die Läuferin schnauzte mich nur an “NICHT BEIM LAUFEN!”. Und ich dachte Läufer/innen sind nett. Man kann das auch in einem anderen Ton sagen.
Den letzten Kilometer zum Start habe ich dann noch zum Einlaufen genutzt, da ich sowieso schon sehr spät dran war. Bei der Wiese angekommen holte ich dann meine Startunterlagen ab. Zog mir das Laufshirt an (da alle im selben Laufshirt starten müssen). Aber Moment irgendwie passt das nicht. Ist aber Größe M. Hatte sie doch tatsächlich in die falsche Kiste gegriffen und ein “weibliches Shirt” in Größe M rausgegeben. Nach einem weiteren Missverständnis bekam ich dann das Shirt in Größe L. L ist mir zwar zu groß, war mir dann auch egal. Noch kurz aufgewärmt und gedehnt ging es auch schon zum Start.
Wie sich am Ende herausstellte habe ich mich auch genau richtig positioniert.
Zur Strecke:
Die Ansteigungen auf der Strecke hielten sich sehr in Grenzen und allgemein könnte man die Strecke als flach bezeichnen. Schön abwechselnd mit Asphalt und Schotter als Untergrudn. Die paar Brücken über die man läuft sind nicht tödlich. In der zweiten Hälfte der 15km waren zwei der Brücken aber auch nicht ganz zu unterschätzen. (2-3 Sekunden über angestrebten Pace). Aber da es danach immer wieder ein kurzes Stück bergab ging, waren die Brücken also kein Hindernis.
Die erste Runde lief gut. Ich konnte mit den anderen Läufern vor mir mithalten. Nach der ersten Runde einen Schnitt von ca. 3:54. Zufrieden, aber ich merkte langsam, dass meine Beine wieder schwer wurden. Ich schaffte es in der zweiten Runde nicht mehr meinen Pace unter 4 Minuten zu halten. Ich ärgerte mich schon. Lag es an zu viel Training und zu wenig Erholung? Auf den letzten zwei Kilometern merkte ich, dass es richtig eng wurde. Ich höre hinter mir die Schritte und sah vor mir noch zwei Läufer. Ein Organisator ging in die Gegenrichtung vorbei und sagte auf welchem Platz man sei. Platz 17. Ein Blick nach hinten. Die Läufergruppe, bestehend aus 3 Läufern, kam immer näher. Ich versuchte nochmal anzuziehen. Keine Energiereserven mehr vorhanden. Auf dem letzten Kilometer war es dann klar. Ich konnte zwar mich wieder auf einen Pace von 03:56 steigern, aber mehr war nicht rauszuholen. 750 Meter vor dem Ziel überholten sie mich.
Ein letzter Versuch an die Gruppe ranzukommen. Es klappte nicht. Das Ziel war in Sichtweite. Rechts und links wurde man bejubelt (ein gutes Publikum). Endspurt. Ich sah noch wie die Uhr auf 01:00:xx umsprang. Vorgenommenes Ziel nicht erreicht. Endzeit (Netto): 01:00:17
Hätte ich in letzter Zeit nicht so viel trainiert und wäre mein langsam echt nervender Husten nicht gewesen, wer weiß, dann hätte es vielleicht mit dem Ziel Sub 1h geklappt. Dieses Ziel muss ich dann wohl auf einen späteren Wettkampf verschieben.
Auch wenn ich mich heute (am Tag darauf) noch über den Lauf ärgern werde, muss ich sagen, dass es eindeutig ein schöner Lauf war. Tolles Publikum und eine tolle Stimmung.
Die Rückfahrt war dann noch sehr entspannend. Danach fiel ich aber auch wie Tod ins Bett und heute noch bis 10 im Bett.
Heute gab es dann noch eine kurze Auslaufrunde (knappe 5km).
Die Daten:
Länge: 15km
Platz (M/W): 20
Zielzeit (Netto): 01:00:17
Zielzeit (Brutto): 01:00:20
Pace: 04:01 min/km
Jetzt sind es noch zwei Wettkämpfe in der kommenden Woche (wobei da noch nicht klar ist, ob ich daran teilnehmen werde, da der Husten/Erkältung stört und es nicht unbedingt gesund ist, damit zu laufen) und danach ist die Sommerwettkampfsaision auch schon fast vorbei. Erst in fast genau einem Monat gibt es wieder ein Wettkampf.
Mal sehen, ob ich es dieses Jahr schaffe einige Einträge und Impressionen von der Kieler Woche 2011 euch hier zu präsentieren. So, Stay tuned!


Morgen um 9 Uhr ist es soweit. Dann wird man den Startschuss hören. Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut bei diesem Gedanken.