Lübeck Marathon [23.10.2011]

Lübeck Marathon

Lübeck Marathon


Ich bin wieder hier, in meinem Revier.
So schön ein Marathon auch ist. Man ist danach wirklich wieder froh, im warmen Zuhause zu sitzen/liegen und zu entspannen und seine Gedanken vom Marathon zu sortieren.

Am Besten ich fange mal am Anfang an.
Da ich am Samstag schon um 9 ins Bett ging war für genug Schlaf gesorgt.
Am Sonntag um Viertel vor 6 aufzustehen, muss man trotzdem nicht jedes Wochenende haben.
Geduscht, leichtes Frühstück (3 Toast mit Honig) und nachdem die letzten Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es um halb 7 Richtung Lübeck.
> An dieser Stelle möchte ich meiner Mutter danken, die mich heute hin- und zurückgefahren hat, Fotos geschossen hat und mich nach dem Marathon in Beobachtung hielt. Danke!
> Alleine würde ich nie zu einem Marathon fahren. Man kann seinen Körper einfach nicht einschätzen, wie er auf so einen Hochleistungssport reagiert.
Viertel vor 8 waren wir dann beim Haerder Center in Lübeck, bei der Startunterlagenausgabe, angekommen. Nun war noch viel Zeit bis zum Start.
Ich vertrieb mir die Zeit mit Musik hören, um mich nochmal mental auf den Marathon vorzubereiten.
Weiterlesen

ING New York City Marathon Tune-Up [25.09.2011]


Zufällig war ich zu dem Zeitpunkt mit meinen Eltern in New York [Danke fürs mitnehmen] im Urlaub.
New York ist schon gewaltig.
Zuvor waren wir noch 5 Tage in San Francisco.
Am 24.09. ging es dann von San Francisco nach New York. Immerhin auch 6 Stunden Flug.
Wer mich kennt, weiß, dass ich lange Flüge/dauerhaftes Sitzen nicht ausstehen kann. Aber was tut man nicht alles für USA.

Vorbereitet habe ich mich nicht auf den Lauf. Es sollte auch eher ein einmaliges Spaßerlebnis sein.
Aber weiter im Text.
Nach den 6 Stunden Flug waren wir dann gegen 18 Uhr im Hotel – nähe Broadway – angekommen.
Die Luft erschlug einen förmlich. 25°C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 80%.
Wenn man die derzeitigen Temperaturen und reine Luft aus Kiel gewöhnt ist, dann ist das grausam. Noch ein Restaurant gesucht, damit ich Pasta essen konnte und kurz danach ging ich auch schon ins Bett.
Weiterlesen

Kiel Lauf 2011 [11.09.2011]

Nun ist der Kiel Lauf dieses Jahr auch schon vorbei.
Ich bin dieses Mal auf der Halbmarathonstrecke gelaufen.
Im Gegensatz zu den anderen Startern bei den kürzeren Strecken konnte ich fast schon ausschlafen. 8.15 aufstehen. Luxus für ein Wettkampf.
Wie jedes Jahr, wurde es mal wieder etwas wärmer. Nach den letzten Woche eigentlich ein Wunder.
Einige beschwerten sich auch über die hohe Luftfeuchtigkeit.
Seit einigen Tagen dachte ich schon an den Kiel Lauf.
Ich war mir mit der Zielzeit relativ unsicher. Wäre ein Schnitt unter 4min/km zu schaffen?

Gegen 20 vor 10 war ich dann beim Start/Ziel angekommen. Dieses Mal lief ich wieder unter der “SG Fördesparkasse Kiel” Flagge. Ein kurzes Bild für die Vereinschronik und man wärmte sich anschließend noch etwas auf.

Wie vor jedem Lauf sah ich eher weniger fit aus. Müde. Perfekt fühlen tat ich mich auch nicht unbedingt. Aber das ist mittlerweile eine Grundvorraussetzung für Wettkämpfe. Läufer/innen sollten dies verstehen ;)

10.50 fiel der Startschuss. Die ersten Kilometer liefen gut. Fast schon zu gut. Ich konnte meine Taktik (1. Runde langsam angehen; 2. nochmal powern) leider nicht 1:1 umsetzen.
Wie man unter anderem im folgenden Kilometer Split sieht.

Viel von der Strecke gibt es nicht zu berichten. Gänsehaut auf der Holtenauerstraße durch die Anfeuerungsrufe der Zuschauer ging es dann an der alten Lessinghalle (ehemalige Schwimmhalle) Richtung Ziel. Es lief gut. Meine persönliche Bestzeit auf 10,5km vom Kiel Lauf im letzten Jahr konnte ich sogar um eine Minute überbieten.

Am Anfang der 2. Runde hatte ich etwas mit mir selbst zu kämpfen. Vielleicht war es auch die Vorsicht, die mich langsamer laufen ließ. In der ersten Runde waren die Ansteigungen kaum ein Problem gewesen. In der zweiten Runde hatte ich teilweise schon gut zu kämpfen.

Meinen Pace konnte ich erst auf den letzten 1,5km wieder unter 4 Minuten bringen.

Vielleicht wäre es auf der 2. Runde etwas besser gelaufen, wenn ich einen Konkurrenten gehabt hätte. Vor mir war einer, aber zu weit weg um ihn doch noch einzuholen.
Wie ich durch die Moderation erfuhr, befand sich Anke Tiedemann hinter mir.
Sie durfte mich einfach nicht einholen. Sie tat es dann auch nicht. Es war das erste Mal bei einem Lauf, dass ich sie hinter mir lassen wurde.
Sie lief trotzdem eine grandiose Zeit.

Während es am Ende noch bergab zum Ziel ging – angefeuert von einigen Teamkollegen der Runaways – zog ich mein Tempo nochmal an, ohne auf die Zeit zu achten.
Kurz vor dem Ziel sah ich dann auf die Uhr. Eine Zeit unter 1:24h würde es werden.
Die letzten Meter: Offizielle Zeit: 01:23:56min Netto: 01:23:53

Zufrieden. Vor mir, die üblichen Verdächtigen. Sowie die auf den ersten Plätzen verteilt: die Kenianer.
Am Ende landete ich also auf dem 21. Gesamtplatz und wurde 1. in meiner Altersklasse (MJA).

Frisch geduscht und umgezogen blieb ich dann noch bis zur Siegerehrung. Die Altersklassenplätze wurden alle mit einem Pokal geehrt.
Die SG Fördesparkasse konnte in der Team/Firmenwertung ebenfalls den 1. Platz belegen.

Fazit: Hätte ich die Taktik besser umgesetzt, das Wetter besser mitgespielt hätte & in der zweiten Runde einen Konkurrenten in der Nähe gehabt hätte, wäre das Ergebnis noch ein weniger besser.

Ein guter Tag neigt sich nun auch dem Ende entgegen. Den Rest des Tages recht schlaftrunkend, bin ich doch froh, langsam ins Bett zu gehen.

Ich hoffe, alle die beim Kiel Lauf – egal welche Strecke – mitgelaufen sind, hatten einen schönen Tag & ein tolles Ergebnis.
Bei einem solchen Event gilt schließlich: Es geht um die Teilnahme und den Spaß am Laufen/Sport und nicht immer um die Zeit.

Euer Michael ;)

Die Daten:
Strecke: 21,1km (Halbmarathon)
Zeit: 01:23:53
Pace: 3:59

Und hier noch ein paar Bilder von mir vom Kiel Lauf 2011.
[portfolio_slideshow size=large]

Die Ergebnisliste vom gesamten Kiel Lauf kann man auf davengo einsehen.
Offizielle Fotos von der Veranstaltungen befinden sich hier: Fotos vom Event

18. mare Straßenlauf “Rund um den Holtenauer Leuchtturm” [02.09.2011]

Split

Split


Eher eine grauenhafte Aufteilung der Geschwindigkeit. Nicht so, wie ich es eigentlich wollte. Die gleichmäßige Verteilung ist beim gestrigen Lauf “Rund um den Holtenauer Leuchtturm” etwas zu kurz gekommen.
Ich muss schnell starten und versuchen anfangs relativ weit vorne zu sein. Nur so komme ich in Fahrt.
Trotzdem. 3:22 ist zu schnell für den ersten Kilometer. Das merkte ich bereits am Anfang. Auch wenn es zu Beginn bergab geht.
Egal. Ich versuchte dran zu bleiben.

Immer weiter bergab zum Holtenauer Leuchtturm. Einmal drumherum und wieder zurück zum Sportplatz. Ich versuchte einen der Becher Wasser zu greifen, die auf den dort aufgebauten Tischen standen. Verfehlt. Schade, eine Erfrischung hätte gut getan. Ein Versuch hatte ich noch.

Jetzt ging es wieder bergauf zum Sportplatz. Ich hatte schon leicht zu kämpfen, aber es hielt sich noch in Grenzen. Von den entgegenkommenden Läufern (die mich kannten) hörte ich Anfeuerungsrufe.
Es tat gut.
Ein kurzes Stück über den Sportplatz und schon ging es wieder auf das etwas feuchte und rutschige Anfangsstück. Nachdem dieser Streckenabschnitt überstanden war, gab es nur noch die Straße, die zum Ziel führte. Bergab. Ich versuchte nochmal etwas Tempo zu machen. Es war nicht mehr viel drinnen. Die ersten zwei Kilometer waren auf jeden Fall zu schnell gewesen.

Höhenmeter

Höhenmeter


Einholen konnte ich niemanden mehr. Ich wusste zwar, dass hinter mir noch jemand war, aber ich hoffte die ganze Zeit diesen auch dort zu lassen.

Wieder herum um den Leuchtturm, konnte ich dieses Mal auch ein Becher mit Wasser ergreifen, ohne ihn gleich wieder zu verlieren.
2,5km bis zum Ziel. Viel Tempo war nicht mehr rauszuholen. Es ging nur noch bergauf zum Ziel. Wieder Anfeuerungsrufe.
Ich versuchte die letzten Reserven zu mobilisieren. Bergauf mit einem 3:44 (vorletzter km) & 3:47 (letzer km) Schnitt. Ganz okay.
Die letzten Meter zum Ziel. 200m noch. Ich sah auf die Uhr 36:36 und versuchte nochmal anzuziehen.
Ich sah wie die Uhr auf die magische 37 sprang.
Knapp daneben ist auch vorbei
Endzeit: 37:05

Es war einfach nicht mehr drin. Am Ende fehlte ein Gegner an der Seite. Anfangs zu schnell unterwegs gewesen und somit am Ende – in der zweiten Runde – dann etwas geschwächelt.

Ja, eigentlich müsste ich stolz auf die Zeit sein. Neue persönliche Bestzeit auf 10km.
Laut FR305 ein 3:41 Pace.
Offiziell (weil mein FR ein paar Meter mehr gemessen hat) war es schließlich nur ein 3:43 Pace.

In den letzten Wochen habe ich in Wettkämpfen eine gute Steigerung hingelegt und bin auch etwas stolz drauf.

Die sub37 werden dieses Jahr nicht mehr geknackt, da dieses Jahr kein Lauf mit 10km Länge mehr statt findet. Schade, dafür gibt es dann das Ziel sub37 in 2012.
Dieses Jahr war mein Ziel einmal unter 38 zu laufen, was auch somit geklappt hat.

Gester Abend und am Tag nach dem Wettkampf habe ich leider leichte Schmerzen an der rechten Achillessehne. Somit wird das Wochende Lauftrainingsfrei sein. In der Hoffnung am Anfang der nächsten Woche wieder mit leichtem Training zu beginnen.
Regeneration soll ja gut tun (habe ich gehört ;) )

Nochmal zusammengefasst:
Strecke: 10km
Zeit: 37:05
Pace: 3:43 min/km
Höhenmeter: 20m

- Da schon gefragt wurde – Fotografin war meine Mutter ;) -

Pace

Pace

Großer Plöner See Lauf [Staffel] [28.08.2011]

Heute fand der Großer Plöner See Lauf statt. Die bildeten wieder ein Team. Leider haben sich nur 5 Läufer gefunden.
Es war ein kühler Morgen.
Ich schien nicht gerade fit auszusehen, nachdem die anderen meinten, ob ich irgendwie noch unterwegs gewesen bin. ;) (Zur Info: Nein, ich war um 11 im Bett :D )

Um 9.55 gingen die Staffeln an den Start.
Sören startete (Strecke 1+2). Er konnte sich gleich von Anfang an unter den ersten 3 einen festen Platz ergattern.
Tobi war unser zweiter Läufer (Strecke 3&4). Bei der Übergabe von Tobi zu mir waren wir zu dem Zeitpunkt 2.

Ich lief nun die Strecke 5-7 (9,2km (9,36)).
Nach dem 1. km konnte ich den Ratekauer Läufer überholen.
Zwischenzeitlich gucke ich auf meinen Forerunner und konnte den Schnitt kaum fassen. Vielleicht zu schnell?
Auch die darauffolgenden Kilometer liefen locker ab.
Ich erinnere mich daran, dass ich während des Laufens an rein gar nichts dachte. Ist meist anders.
Von der Strecke gibt es nicht viel zu berichten. Teilweise eine nette Strecke mit ein paar kleinen Ansteigungen, die aber nicht weiter schlimm waren.
Am Ende kam dann ein Pace heraus von dem ich selber sehr erstaunt war. 3:43/km ? Nicht schlecht. Wann knacke ich wohl die sub3:40/km?

Höhenprofil

Höhenprofil


Größer Plöner See Lauf - Split

Größer Plöner See Lauf - Split

Grant übernahm anschließend den 8. & 9. Streckenabschnitt und lief, genauso wie Torben (10. Streckenabschnitt), eine sehr gute Zeit.
Leider reichte es am Ende nicht ganz um den 1. Platz zu halten. Nach weniger als 30 Sekunden waren wir, nach den 1., dann auch im Ziel.

Netter Tag :) Hat Spaß gemacht. Ich liebe Staffelläufe :)

Euer
Michael

20. Q-Tri (Staffeltriathlon) [21.08.2011]

Etwas verspätet ein sehr kurzer Bericht zum Q-Triathlon, bei dem die Runaways als Staffel teilgenommen haben.
Ich habe den Rennradpart übernommen. Leider hatte mein hinterer Reifen ein paar Problem. Das Ventil war defekt und ich konnte nicht mit voll aufgepumpten Reifen fahren. Ärgerlich.

Den Schwimmpart hat Nico übernommen -> 00:10:29
Den Rennradpart, wie schon gesagt, ich -> 39:18
Den Laufport von Sebastian -> 21:41

Endzeit: 01:10:28.
Gesamtplatz 10 von 31.

Mit dem Rennrad bin ich dann noch von Bornhöved nach Kiel zurückgefahren.

Ich habe etwas Interesse am Triathlon gefunden und werde nächstes Jahr wohl als Einzelstarter an den Start gehen. Just 4 fun :)

3. Kieler Airport Run (19.08.2011)

Dieses Jahr gab es nun schon zum 3. Mal den Kieler Airport Run (in Holtenau).
Für mich das erste Mal. Angemeldet hatte ich mich für die 12km Strecke.
Die Temperatur war perfekt. Ein wenig Wind bei geschätzen 18°C.
Bereits um 19 Uhr war ich in Holtenau und lief mich gegen 19:30 warm.

Mit einem unwohlen Gefühl in der Magengegend (falsche oder zu viel gegessen) ging ich um 19.55 zur Startlinie.
Langsam versammelten sich alle Starter. Die 6km-Läufer starteten ebenfalls um 8. Ein Vorteil wie ich fand, da man mit denen gut mitziehen konnte.
Punkt 8 ging es los. Ich konnte einen guten Start hinlegen.
Den 1. Km konnte ich in 3:35min laufen. Es schien gut zu laufen.

Ich freute mich bereits endlich auf den Flughafen zu kommen. Ich mag Strecken, wo man alle Mitläufer sieht. (Natürlich vor allem die, die vor einem laufen)
7-8 Läufer waren vor mir. Einige von der 6km-Strecke.
Die ersten zwei Kilometer liefen ohne Probleme. Dann kamen sie aber. Mein Magen/Bauch grummelte. Falsch gegessen? (Und die Situps 2 Stunden zuvor waren vielleicht auch nicht hilfreich).
Ich musste etwas langsamer laufen. 4:02/km …

Ab Kilometer 4 ging es wieder einigermaßen besser. Bald ging es zur zweiten Runde. Wie viele waren vor mir?
Bei Kilometer 8 war man wieder auf dem Flugplatz. 3 vor mir? Der dritte direkt vor mir. Kann das sein?

Abwechselnd liefen wir hintereinander her. Auf dem letzten Kilometer kämpfte ich mich vor ihm. Er zog aber mit.
Beim letzten Kilometer wurde nochmal ordentlich angezogen. 3:29/km.
Endspurt. Ich war mir sicher er konnte mich nicht mehr bekommen. 10m vor dem Ziel hörte ich doch noch, dass er anfing zu sprinten. 1m vor mir war er im Ziel. 5. Platz für mich. Ärgerlich.

Aber mit der Zeit war ich extrem zufrieden. Persönliche Bestzeit. Oder anders gesagt. Persönlicher bester Pace auf einer Strecke >=10km.
Laut Veranstalter war die Strecke auch 12,4km lang. Laut Uhr 12,1. Somit ergab sich ein Pace von 3:47.
Endlich mal zufrieden. Da hat das harte Training doch wohl etwas gebracht.

Fazit: Tolle Strecke. Wohl einer der schnellsten Laufstrecken in Kiel. Höhenmeter sucht man vergeblich. Beim Sonnenuntergang tauchte sich der Flugplatz in tolle Abendfarben. Was will man mehr?

Die Daten:
Strecke: 12,1km
Zeit: 45:39min
Pace: 3:47 (15,8 km/h)
Höhenmeter: 15 Höhenmeter (ø 0,12% Steigung)

Hier noch die Veranschaulichung der Laufdaten:

3. Kieler Airport Run - Pace (Split)

3. Kieler Airport Run - Pace

Höhenmeter? Fehlanzeige

23. Mitternachtslauf des TSV Heiligenhafen (15.07.2011)

Warmlaufen

Erstaunlich wann ich meine (fast) Bestzeiten erreiche.
Das Wetter zeigte sich an diesem Tag nicht von der besten Seite. Damit meine ich keineswegs die Temperaturen, sondern den Wind.
Um 20 Uhr ging es von Kiel aus mit Torben, Sebastian und Tobias (allesamt von den Runaways)
Den gesamten Tag über war ich mal wieder relativ müde. Gegen Abend nahm der Wind immer mehr zu.
Da die Strecke sowieso direkt an der Ostsee lag konnte dies nur noch lustig werden. Oder anders gesagt: Anstrengend.
In Heiligenhafen angekommen vertraten wir alle uns erstmal die Beine, holten unsere Startunterlagen ab und zogen uns um.

The Runaways vor dem Lauf


Schon das Aufwärmen machte Spaß, da die Atmosphäre einfach grandios war. Das Flutlicht auf dem Sportplatz. Der Kunstrasen.
Es war noch eine gute halbe Stunde bis zum Start. Es war schon sehr dunkel. 5 Minuten vor dem Start positionieren sich alle von uns (abgesehen von Torben, der zum Fotografieren mitgekommen ist).
Die letzten 10 Sekunden bekam ich, wie bei fast jedem Lauf, Gänsehaut. Ich liebe dieses Gefühl kurz vor dem Start. Man schaltet im Kopf auf “Wettkampf” und denkt an nichts anderes mehr. Es zählt nur der Spaß, die Leistung und die Leute um einen herum.

Der Start verlief schnell. Schon in der Stadionrunde wurde ordentlich Gas gegeben. Im Schnitt von 3:33 lief ich den ersten Kilometer. Sogar für meine Verhältnisse schnell. Kilometer 2 und 3 in 3:44 und 3:57. Dass ich so schnell lief, wusste ich aber nicht, da mein Garmin mich im Dunkeln ließ. Ich schaltete nie die Beleuchtung ein.

Ein Selbstversuch. Nur bei einigen Laternen blickte ich auf die Uhr und war über die Zeit erstaunt.

Ein tolles Publikum erwartete einen, als man durch Heiligenhafen lief. Einige Fackeln waren aufgestellt und viele hunderte Menschen standen am Rand und bejubelten die Läufer. Ein tolles Gefühl in der Dunkelheit.
Dieses Jahr gab es 3 Baustellen auf der Strecke. Nicht unbedingt schön, aber die Organisatoren versuchten alles um die “gefährlichen” Stellen auszuleuchten.
Die Ansteigungen zwischen KM 2 und 4,5 waren nicht einfach, aber da es immer wieder kurzzeitig bergab ging, konnte man die Anstiege wiedergut machen.

1km vor dem Ziel - Konzentriert


Nach dem Bergen kam der Wind Die Strecke führte an den Bootsanlegern und der Promenade von Heiligenhafen entlang. Zwischen Kilometer 8 und 9 war es ein Kampf. Glücklicherweise hatte ich eine Person mit der ich kämpfen konnte. Eine weibliche. Der Wind war wirklich heftig. Sie zog an und kurzzeitig auch an mir vorbei.

Bei Kilometer 9 ging es dann nochmal ordentlich bergauf,bevor es dann zur Stadionrunde ging. Sie zog an. Auf der Straße vor der Stadiorunde überholte ich sie. Sie rief nur noch etwas in der Art wie “Ich bin eine Frau, also hop!”. Auf den letzten 300 schwächelte ich beim Sprint. Sie zog an mir vorbei. Wenige Meter vor dem Ziel war ich wieder gleichauf mit ihr. Arm mit dem Transponder auf die “Checkfläche”. Piep In der Ergebnisliste stand es dann fest. 38:31. Sie: 38:30. Das kann nur eine Hundertstelsekunde gewesen sein. Ärgerlich, aber mir war es dann auch egal.

Mit etwas Verspätung war die Siegerehrung kurz vor 1. Für mich gab es eine Urkunde und ein T-Shirt. Vor allem das Shirt fand ich sehr gut.
Kurz vor 3 lag ich dann total erledigt im Bett. Ein schöner Lauf. Meine zweitbeste Zeit auf 10km. Zufrieden.

Siegerehrung in der Altersklasse MJA (Platz 1)


Daten
Distanz:10,02 km
Zeit: 38:31
Tempo: 3:51/km – 15,6 km/h
Gesamtplatz: 21.
Altersklasseplatz: 1. MJA

22. Deich- und Salzwiesenlauf (26.06.2011)

Ausnahmsweise bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es war mein erster offizieller Halbmarathon. Groß darauf vorbereiten konnte ich mich nicht, da die letzten Wochen mit Wettkämpfen voll waren.
Ohne große Erwartungen stand gegen viertel nach 7 auf. Das Wetter war nicht besonders schön, aber das braucht es ja zum Laufen nicht zu sein.

Gegen halb 9 war war ich dann beim Sportplatz in Schönberg. Unterlagen abgeholt und nochmal ausgeruht und in mich gegangen. Ich konnte nicht einschätzen wie ich drauf war. Meine Beine fühlten sich relativ gut an. Besser als beim Schülerstraßenlauf am Mittwoch. Aber was ich erreichen könnte, konnte ich nicht einschätzen. Einziges Ziel: Unter 1:30h.

30 Minuten vorher lief ich mich warm. Dehnübungen. Wie immer halt.

Start 9:30
Der Start verlief ohne große Schwierigkeiten. Ich setzte mich mit den geschätzten 8 Läufern vorne ab. Schon nach 2/4 der Sportplatzrunde kam mir das Tempo langsam vor. Ein Blick auf die Uhr sagte mir aber, dass der Schnitt für den Start akzeptabel war. Vom Sportplatz ging es Richtung Parkplatz und von dort aus zur Straße. Wieder der gleiche Gedanke. Mir kam es langsam vor: 3:47. Kein schneller Schnitt für den Start. Ich konnte bloß nicht vorbeilaufen, da die 4-5 Läufer den Weg versperrten. Im Rückblick würde ich aber sagen, war der Start genau so wie er war, in Ordnung. Nicht zu schnell.
Die ersten 10 Km lief ich in 39:20 (Schnitt immer zwischen 3:47 und 4:04 (Nur 3km über 4:00 Pace).

Bis Kilometer 7 hatte ich einen Gegner/Läufer. Mal neben, vor und hinter mir. Irgendwann setzte er sich nach hinten ab. Ich konzentrierte mich auf den 1. Läufer. Mir war klar, dass ich ihn nicht mehr einholen könnte, aber ich versuchte ihn so lange wie möglich im Blickfeld zu haben. Was am Deich nicht schwierig fiel

Bei Kilometer 15 merkte ich dann irgendwann, dass der Läufer, welcher hinter mir lief mich einholen würde. Er war zwar noch einige Meter hinter mir, aber meine Beine wurden langsam etwas schwerer und mein Pace verschlechterte sich weiter.
Er kam näher und näher. Bei Kilometer 19,5 überholt er mich.
Ich hing mich nun an ihn ran. Anfangs klappte dies auch noch, aber ich kam nicht näher an ihn heran. Wie schon am Mittwoch hatte ich Probleme richtig tief einzuatmen. Diese verhinderte, dass ich noch einmal ordentlich anziehen konnte.
Den letzten Kilometer lief ich dann noch im 3:55er Schnitt. Mehr ging nicht. Ich war erschöpft.
Es ging zur Sportplatzrunde. Ein kurzer Blick zurück. War da noch jemand hinter mir? Nein. Trotzdem sprintete ich noch ins Ziel hinein. 9 Sekunden hinter dem 2.. Es war knapp.

Am Morgen hätte ich es nicht geglaubt 3. zu werden. Vor allem da es mein erster offizieller Halbmarathon war.
Ausnahmsweise bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.

Bei der Siegerehrung durfte ich dann gleich 3x hoch.
- Einmal zum 3. Gesamtplatz der Männer (und auch Gesamt)
- Einmal zur Siegerehrung der Altersklasse (1.)
- Und zur Teamwertung (2. Platz)

Am Ende der Siegerehrung fragte mich eine Trainerin des TSV Schönberg, ob ich nicht die Schüler D trainieren könnte.
Ich würde dies auch sicherlich gerne machen. Aber 40 Minuten Fahrt hin und zurück sind nicht zu unterschätzen.
Für einen Verein in meiner Nähe würde ich auf jeden Fall eine Trainingsgruppe übernehmen. Würde auf jeden Fall Spaß machen.

Die Daten:
Strecke: 21,1km (HM)
Zeit: 01:24:51
Pace: 04:01