24. Hochbrückenlauf (2011) -


Samstag, 26.03.2011.
Wie war das nochmal? Morgen ist Zeitumstellung & der Hochbrückenlauf. Welcher Wecker stellt sich denn nun auch wirklich automatisch um?

Der Hochbrückenlauf stand bevor. Einen kurzen & schnellen 5km Lauf hatte ich am Samstag hinter mir gebracht, damit ich sicher war, dass meine Wade nicht mehr schmerzt.
Zufrieden ging ich gegen 11 am Samstagabend ins Bett.
Der bisher längste Lauf stand mir bevor. 29,2km.
Der Trainingszustand sicherlich nicht perfekt. Wie auch. 1 1/2 Monate (Anfang Februar bis Mitte März) Trainingsausfall wegen meiner Wade. Erst seit ca. 2 Wochen habe ich wieder mit dem Training begonnen.
Obwohl ich in der Ausfallzeit Alternativsport betrieb (Radfahren & Rudergerät) war die Kondition angeschlagen.

Sonntag, 27.03.2011
8 Uhr
Aufstehen….aber was ist das? Halskratzen? Nicht gerade perfekt für den heutigen Lauf.

Kurz geduscht, gefrühstückt und meine Lieblingsdroge (Musik) laut aufgedreht, um mich in gute Laune zu versetzen.
Auf zum Startplatz. Da dieser nur wenige Kilometer von mir entfernt lag, fuhr ich mit dem Fahrrad dahin. (Den Weg musste ich ja sowieso kennen – Der Start befand sich auf dem Sportplatz meiner alten Schule (Ernst-Barlach-Gymnasium))

Dort angekommen holte ich erstmal meine Startunterlagen ab und überlegte in welchem Laufoutfit ich nun an den Start ging.
Kurze Hose? Check. Obenrum? Tja. Ich entschied mich für die warme Variante (kurzes Laufshirt + langes Laufshirt + Laufjacke + Schal). Wie sich herausstellte war dies eindeutig zu warm.
Der Schal war aber auch nötig. Ich hole mir meist schnell eine Erkältung ohne Schal. Deshalb wird dieser erst in knapp einem Monat aus meinem Laufoutfit verschwinden.
Aufwärmen & einige Läufer begrüßen, die ich gut kannte.

10 Uhr – Startschuss
Ein bisschen nervös, da die Wade sich beim Aufwärmen kurz bemerkbar machte ging ich an den Start. Da ich keine Topzeit von mir erwartete positioniere ich mich nicht ganz vorne.
Der Start war kein Problem & ich kam auch gut weg.
Die ersten Kilometer liefen an meiner Trainingsstrecke entlang. Danach ging es aber los. Hoch auf die Hochbrücke, durch Altwittenbek durch & nach Neuwittenbek. Eine Runde durch das dortige Naturgebiet (so nenne ich es einfach mal) (die Runde war mir glücklicherweise schon gut durch die Winterlaufserie dieses Jahr bekannt).
Km 16
Wow, schon 16 Kilometer hinter mir. Die bisherigen Kilometer flogen wirklich an mir vorbei. Bis jetzt hatte ich ein Pace von 4:20 (min/km).
Bis zum Ende hätte ich den Schnitt nicht durchgehalten und ging auf 4:25 runter.
Die Kilometer am Kanal waren noch nett, aber dann kamen auch die letzten wirklich anstrengenden 6km.
Zur Brücke hoch. Die Energiereserven wurden klapp und mir wurde ein bisschen schummrig. Leider verbesserte sich der Zustand auch nicht, nachdem die Brücke überstanden war.
Danach ging es noch weiter in ein Waldstück rein. Mein Magen rebellierte. Ich musste für 10 Sekunden anhalten. Danach lief ich weiter.
Noch 2 km. Ich war am Ende meiner Kraft.
So wäre es nicht gewesen, wenn ich nicht den Trainingsausfall gehabt hätte.
Ich schleppte mich die letzten zwei Kilometer ins Ziel. Eine Läufergruppe von 3 Personen überholte mich noch und einer motivierte mich noch “Komm Michael – Die letzten Meter” (Irgendwie sowas).
Die letzten Meter schaffte ich noch, durch den Spruch motiviert, ins Ziel.
Durchnässt, vor allem weil ich mich einfach zu warm angezogen hatte, trank ich erstmal knapp 1l innerhalb kürzester Zeit.

Daten und Fakten

  • Strecke: 29,2km (laut meines Garmins: 28,82km)
  • Pace: 4:30 (schnellster 2:47)
  • Gesamtzeit: 02:09:45
  • 1. Platz in der Altersklasse MJA
  • Gesamtplatz: 68
  • Jetzt stellt sich die Frage: Zufrieden?
    Ja, auf jeden Fall. Vor allem da ich die Strecke trotz des Trainingsausfalls überstanden habe. Nächstes Mal laufe ich aber auf jeden Fall ohne Jacke. Sah nicht nur unvorteilhaft auf den Bildern aus, sondern war es auch.

    Jetzt am Tag danach kann ich nur sagen. Ein bisschen Muskelkater ist noch vorhanden & ich werde erst am Mittwoch wieder laufen.
    Morgen gibt es ein bisschen Fitnesstraining.

    3 Gedanken zu “24. Hochbrückenlauf (2011) -

    1. “Bis zum Ende hätte ich den Schnitt nicht durchgehalten und ging auf 4:25 runter.”
      Geil, Michael :D :D :D

      Ich schaff vielleicht den ersten Kilometer in 4:25 XD

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