27. Mitternachtslauf Heiligenhafen [10km-31.07.2015)

What a race! Was für ein Schlusssprint.

Letzte Woche war mein Körper absolut im *** ausgelaugt und angeschlagen. Keine Ahnung woher es kam, aber Muskel-/Gliederschmerzen & Kopfschmerzen machten die Tage relativ unerträglich. An Bewegung war kaum zu denken.

Henning, der auf jeden Fall mitlaufen wollte, wollte ich aber auch nicht im Stich lassen und nachdem ich am Donnerstag 12km relativ problemlos laufen konnte stand meine Entscheidung auch fest.

Am Freitagvormittag kamen dann doch wieder Zweifel auf, da sich mein Körper wieder klagend zu Wort meldete. Nach der Arbeit entschied ich mich noch für eine Stunde ins Bett zu gehen. Geschlafen habe ich aber nicht.

Gegen 9 ging es dann mit Henning zusammen Richtung Heiligenhafen. Die späte Uhrzeit ist doch immer wieder besonders für so einen Lauf. Nach zwei lockeren Kilometer Warmlaufen standen wir dann auch schon kurz vor 11 an der Startlinie.

Der Start war viel zu schnell – Die Läufer in der ersten Reihe sprinteten weg – „ne, das muss man sich nicht antun“.

Der erste Kilometer in 3:18, der Zweite in 3:25min – Das kann nicht so weitergehen. Zwischenzeitlich lief Gesa Bohn (spätere Siegerin bei den Frauen) in der Gruppe mit. Nachdem man sich in der Gruppe hin und wieder etwas abgewechselt hat lief sie aber nach Kilometer 5 allen davon und hielt uns auf Abstand.

Richtig spannend wurde es erst bei Kilometer 8 auf der Promenade. Richard Mietz lief immer neben mir und hinter uns hörte man auf einmal Schritte. Abwechselnd wurde immer wieder kurzzeitig Gas gegeben. An der letzten Steigung hielt ich mir zurück. Danach waren es noch etwas 450 Meter bis zum Ziel. 250 Meter auf Kopfsteinpflaster.

Nach dem Anstieg zog ich das Tempo an, damit ich an der Kurve zum Sportplatz an erster Stelle bin. Gesagt, getan. Jetzt durfte ich mich nur nicht übersprinten lassen.

2 Sekunden vor Richard Mietz (LG Uni Lübeck) und 7 Sekunden vor Jan Arnold (LG Neumünster) konnte ich so noch herauslaufen. Es war knapp, aber es hat Spaß gemacht.

Ehrlich gesagt bin ich über die Zeit (36:07min) relativ erstaunt – Ich hätte nicht gedacht, dass nach so einer Woche überhaupt Energie vorhanden sein.

Kiel und die Hallenschwimmbäder

Kiel liegt zwar nah am Wasser, aber mit Hallenschwimmbädern ist das eher so eine Sache…

Kommen wir aber erstmal zu den möglichen Schwimmhallen in Kiel

Uni Schwimmhalle Kiel
Die Uni-Schwimmhalle hat einen sehr eingeschränkten öffentlichen Schwimmbetrieb. Man könnte fast sagen, kaum einen öffentlichen Schwimmbetrieb.
Es gibt zwar von Montags-Donnerstags (8-9Uhr, Mittwochs 7.30-8.15) „frühe“ Schwimmzeiten (wobei für Arbeitnehmer in den meisten Fällen auch zu spät) und Nachmittagsschwimmzeiten Mo-Mi,Fr (16-17:45) & Do (19-20:45). Samstag gibt es gar keine öffentliche Schwimmzeiten. Sonntags kann man immerhin von 9-12:45h Schwimmen gehen.

Es gibt zwar nebenbei viele Schwimmkurse, weshalb der öffentliche Schwimmbetrieb dadurch so eingeschränkt wird, dass sich alle ärgern würden, aber insgesamt sieht man die Halle doch oftmals sehr leer und verlassen daliegen.

Nun hat die Halle wieder dicht (wegen den Sommersemesterferien und zusätzlich wg. Renovierungsarbeiten). Vom 20.07.2015 bis voraussichtlich zum 12.10.2015.

Schwimmhalle Gaarden
Es gibt auch noch eine Schwimmhalle in Gaarden. Die öffentlichen Schwimmzeiten habe ich ehrlich gesagt nicht im Kopf, aber während das Sommerbad Katzheide geöffnet hat, schließt die Halle auch vom 20.07.2015 bis Ende August.

Schwimmhalle Schilksee
Die Schwimmhalle in Schilksee macht zwar alles richtig, liegt aber etwas ab vom Schuss.
Mit super Badezeiten unter der Woche (ab 6 Uhr) und am Wochenende ab 8 Uhr perfekt für alle Altersgruppen/Lebenslagen.

Sommerbad Katzheide
Katzheide habe ich schon oben erwähnt. Dies ist derzeitig das „Ersatzbad“ für die Schwimmhalle in Gaarden. Der Witz ist aber der Folgende:

Das Nichtschwimmerbecken öffnet von Montag, 20. Juli, bis Sonntag, 30. August, seine Pforten: Montags und mittwochs von 6 bis 18 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 20 Uhr und am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. In dieser Zeit ist auch die Liegewiese zu großen Teilen nutzbar. Die Schwimmhalle Gaarden bleibt in dem Zeitraum geschlossen.

Eigentlich hatte ich auch mal vor das Seebad Düsternbrook zu nutzen, welches nur knapp 1,5km von meiner Haustür entfernt liegt, aber derzeitig reizt mich eine Schwimmhalle doch mehr.

Vielleicht werde ich mir aber auch mal die Schwimmhalle in Schilksee mal anschauen und morgens vor der Arbeit es gleich mit ein paar Radkilometern (sind immerhin 10km…) verbinden.

Tltr; – Was bringt es einem, wenn alle Hallenschwimmbäder im Sommer schließen und es keine wirklich Alternative für diejenigen gibt, die kein Auto etc. besitzen. Öffentliche Verkehrsmittel vermeide ich in Kiel aufgrund der doch hohen Fahrpreise so gut es geht…

TUNE – Verbessere deine Lauftechnik

TUNE Device„Vorderfuß, Vorderfuß – achte auf deinen Vorderfuß“ – Den Satz habe ich in meiner kurzen Zeit im Verein beim Intervalltraining doch oft gehört. Und auch heute habe ich diesen Satz noch im Ohr, wenn ich auf der Bahn meine Intervalle absolviere.

Aber wäre es nicht interessant dies noch genauer auszuwerten? TUNE (seit heute – 14. Juli auf Kickstarter) möchte genau dies aufzeichnen.

Dass man durch eine bessere Lauftechnik schneller, verletzungsfreier und mit weniger Kraft vorankommt ist nichts Neues. STRYD, deren Kickstarter Projekt erfolgreich gecrowdfunded wurde, misst bspw. die Power (Watt) beim Laufen. Auch bei diesem Projekt war ich kurz davor mir das Power Meter zu holen, aber dann kam die Frage auf, was bringt mir es die Power zu messen?

Bei TUNE verhält sich das etwas anders. Ich bin vor etwa einer Woche durch Recherchen für RUNALYZE darauf aufmerksam geworden und war begeistert. Ein System, welches mir es erlaubt aufzuzeichnen, wie lange ich beim Aufkommen mit dem Fuß mich in welchem Bereich Vorderfuß/Mittelfuß/Rückfuß (Ferse) aufhalte und womit ist meistens zuerst aufkomme? Genial. Ein „Must-Have“, auch wenn man dies auch nicht bei jedem Lauf tragen sollte.

tune_shoeTUNE besteht aus im Endeffekt 4 Komponenten. Zwei Sohlen und den zwei kleinen Geräten. In beiden Schuhen werden die Sohlen eingelegt und die Geräte am Außenrand des Schuhes befestigt.
Mit einem dünnen Verbindungskabel (flach) wird das Gerät mit der Sohle verbunden.

Nun kommt meiner Meinung das Negativste an diesem Produkt. Die Aufzeichnung erfolgt über Bluetooth auf dem Handy (Android und IOS) über die App von TUNE. Dies kann vielleicht noch erträglich sein, wenn man hin und wieder dies aufzeichnet, aber ich wünschte mir hier doch den Support von Sportuhren. ANT ist eigentlich ein „Muss“ bei Sportgadgets. Anhand der Aufgezeichneten Daten schlägt einem die App Stabilisationübungen vor, die auch genau erklärt werden

TUNE AppGleichzeitig kenne ich aber auch das Problem von TUNE. Die Aufzeichnungen von den verschiedenen Sportuhren muss hier von den Sportuhrenherstellern erfolgen. Wenn man die Dateiformate betrachtet (bspw. FIT-Dateien), dann wird einem schnell klar, dass diese zusätzlichen Daten derzeitig nicht dort integriert werden können. Entweder muss „kinematix“ (Die Firma hinter TUNE) sich mit einem/mehreren Sportuhrenherstellern zusammentun oder denkt sich einen guten Workaround aus.

Die Fußfrequenz kann man beispielsweise auch mit dem Garmin Laufsensor SDM4 aufzeichnen. Sieht dann bspw. so aus:

Lauffrequenzgrafik aus RUNALYZE
Lauffrequenzgrafik aus RUNALYZE

Der Unterschied von TUNE Ist, dass man aber beide Füße betrachtet und somit von beiden Füßen die Flugzeit, Bodenkontaktzeit und – das Alleinstellungsmerkmal von TUNE – den Fußbereich, mit dem man aufkommt, aufzeichnet.
Aufzeichnung

Die Kickstarterkampagne ist am 14. Juli gestartet und das Finanzierungsziel sind 100.000$. Ab 220$ gibt es ein TUNE-Set. Im Handel soll TUNE später 280$ kosten.
Der Preis ist meiner Meinung nach etwas happig, obwohl auch klar ist, dass es kein Massenprodukt sein wird, welches unbedingt jeder Läufer haben muss.

Die Zielgruppe ist meiner Meinung nach deutlich an ambitionierte Hobbysportler ausgerichtet und an professionelle Läufer.

Ob ich bei TUNE investieren werde weiß ich noch nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mal mit dem Handy laufe ist fast gleich 0. Daher warte ich erstmal ab, wie sich die Kickstarterkampagne entwickelt. Zudem hoffe ich, dass die App von TUNE die Möglichkeit bieten wird die Daten zu exportieren (um sie auch in RUNALYZE zu nutzen).

Was haltet ihr von TUNE? Ist das etwas für euch?

Zu guter Letzt ein Video zu TUNE:

Meine Tipps für Sport bei heißem Wetter

Die letzten Tage waren hart. Gerade mit der hohen Luftfeuchtigkeit. Wer nicht gerade morgens oder abends laufen kann, muss aber auch nicht auf den Sport verzichten.

1. Suche dir eine schattige Strecke aus
Es bringt nichts, wenn man bei warmen Temperaturen auch noch in der Sonne läuft. Wenn du einen Wald vor deiner Haustür hast oder weißt, wo der Schatten auf deinen bekannten (Lauf-)strecken ist, dann nutze dieses Wissen!

2. Hydratation
Trinke schon 1-2 Stunden vor dem Sport mehr Wasser als sonst. Trinke vielleicht auch ein isotonisches Mixgetränk (ich nutze da gerne den Powerbar Isoactive Sportdrink im Geschmack Orange*).
Wenn du beim Loslaufen denkst, dass du gleich schon das stille Örtchen aufsuchen musst, solltest du gut hydriert sein ;)

3. Nicht übertreiben
Tempotraining oder Intervalle machen kaum Sinn. Nehme die Einheit als Dauerlauf oder maximal als Fahrtspiel mit, aber power dich lieber aus, wenn du bei kühleren Temperaturen laufen kannst.

4. Nasse Cappie
Um keinen Sonnenstich zu bekommen und einen „kühlen Kopf“ zu bewahren, trage ich gerne eine Cappie, die ich vor dem Laufen unter kaltem Wasser eingenässt habe.
Fühlt sich die ersten zwei Kilomter wirklich gut an.

5. Flexible Strecke
Man mag sich vielleicht noch so gut einschätzen können, aber manchmal geht es einfach nicht mehr weiter. Deshalb ist es klüger sich eher eine 5 Kilometer Runde rauszusuchen, die man 2-3x durchläuft, als eine 15 Kilometer Runde zu laufen und dann irgendwo im Nirgendwo zu stehen und nach Hause gehen zu müssen.

6. Speicher nach dem Laufen auffüllen
Nach dem Laufen solltest du darauf achten deine Speicher (sowohl Wasser, als auch den Mineralienhaushalt) wieder aufzufüllen. Ich nutze nach harten/anstrengenden Einheiten immer Frubiase Sport Orange*.

Das sind meine Tipps fürs Laufen beim warmen Temperaturen. Wer sich vor dem Laufen schon durch die Hitze unwohl fühlt, sollte die Einheit definitiv verschieben. Eine Einheit ausfallen zu lassen tut vielleicht mental weh, aber es ist dann meistens die richtige Entscheidung.

Wer sich überhaupt nicht einschätzen kann, sollte dann eher seine/n Partner/In oder Freunde fragen, ob sie einen nicht mit dem Rad begleiten (und auch für eine Wasserzufuhr während des Laufens sorgen)

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Eckernförder Staffelmarathon [14.06.2015]

Der letzte Staffellauf, der letzte Wettkampf vor einer Wettkampfpause ist nun vorbei.
Der Abschluss fand am vergangenen Wochenende beim Eckernförder Staffelmarathon statt. Dabei ging es 10×4,2km für uns auf die Strecke.
Es stand schon in der Zeitung, dass wir dieses Jahr keine Chance haben würden unseren Titel zu verteidigen. Wenn man sich so angeschaut hat wer in den Teams vor uns mitgelaufen ist, war das auch keine Schande.

In der Nacht zuvor plagten mich leider kräftige Magenkrämpfe, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen, die am Morgen zum Glück verschwunden waren, aber ich war überhaupt nicht ausgeschlafen oder ansatzweise fit.
Als wir unser Zelt und Bänke in Eckernförde aufgebaut hatten wäre ich auch fast auf der Bank eingeschlafen.

Eckernförder Staffelmarathoin 2015
Eckernförder Staffelmarathoin 2015

Um 10 Uhr ging es mit Philipp als Startläufer los. Ich hatte zum Glück noch etwas Zeit und musste erst um 11:26 auf die Strecke. Das reichte immerhin um etwas frischer in das Rennen zu gehen. Unser 3. Platz war zu dem Zeitpunkt eigentlich schon relativ sicher.

Ich startete mit einem 3:18er Schnitt. Der Start hätte deutlich schneller sein können, aber ich fühlte mich nicht besonders gut auf dem ersten Kilometer. Die einzige Steigung auf der Strecke hoch, durch ein kurzes Waldstück wieder bergab und schon war ich auch wieder in der Zielgasse, die von Zuschauern bevölkert war. Auf den letzten 200 Metern gab es dann noch einen Zielspurt und ich konnte den Staffelstab auf Marcel M. übergeben.

An dem Tag konnte ich die zweitbeste Zeit unseres Teams auf der Strecke verbuchen. Mit 13:56min auf 4.2km (3:19/km) war ich auch mehr als zufrieden. Ich sollte mal wieder einen 5km Lauf mitmachen… ;)

Nach dem Grillen und der Siegerehrung ging es glücklich, aber auch verdammt müde und erschöpft nach Kiel.