Relais de la Vallée du Semnon 2014

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen einen zweiteiligen Artikel zu schreiben, aber aufgrund des Zeitmangels (und des späten Schreibens) werde ich mich etwas kürzer fassen als geplant.

Bain-de-Bretagne - Vallee de Semmon 2014Am “Wochenende” vom 26.09-29.09. begaben sich die The Runaways nach Bain de Bretagne.
Am frühen Freitag gegen 4:30h ging es nach Frankreich. Es war eine lange Autofahrt und ich habe gemerkt, dass die Musik auf meinem Handy eindeutig nicht für eine 16-stündige Autofahrt reicht.

Am Abend wurden wir von den Gastfamilien sehr herzlich empfangen. Jeder wurde jedem vorgestellt und wir sagten gleichzeitig auch welche Strecke wir laufen würden.
Nachdem ich meinte, dass ich den Halbmarathon laufen würde kamen einige Sprüche (auf Englisch).

Möchtest du nicht noch ein paar Gläser Wein trinken? Könnte auf der Strecke hilfreich sein.

Kurz gesagt meinten unsere Gastfamilien, dass fast alle Strecken hügelig sind, aber der Halbmarathon besonders fiese Steigungen hat. Das kann ja lustig werden
Der Abend war durch die lange Autofahrt dann auch schon früh zu Ende. Das Essen war aber typisch Französisch sehr lecker.

Tobi und ich waren bei der gleichen Gastfamilie untergebracht. Der Gastvater läuft selbst, sodass wir uns noch am Vorabend zu einem gemeinsamen Lauf um 8 Uhr verabredet haben. Gemütlich ging es 4,5km erstmal um den See.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Sightseeing. Wir besuchten die Städte Cancale und Saint Malo sowie die beeindruckende Küstenlandschaft zwischen ihnen.
Nicht nur die Städte waren total angenehm, sondern auch das Wetter spielte mit. Warm, wärmer, Sommer!

Wir kamen relativ spät wieder und somit gab es auch bald schon Abendessen, welches sich aber sehr in die Länge zog und somit kamen wir erst um halb 12 mit vollem Magen ins Bett.

Der Morgen war dann relativ entspannt. Aufstehen, Duschen und ab zum Start. Tobi war Startläufer und sicherte uns am Anfang den 3. Platz. Anschließend kam ich. Sichtlich nervös nach den ganzen Vorwarnungen stand ich am Wechselpunkt.
Tobi übergab den Transponder an mich und ich lief los. Wo ist eigentlich unsere Radbegleitung?
Nach 3 Kilometern kam auch unsere Radbegleitung bei mir an.

Die einzelnen Kilometer
Die einzelnen Kilometer

Einer der ersten Anstiege
Einer der ersten Anstiege
Die ersten 9 Kilometer konnte ich alle zwischen 3:33 und 3:50 durchziehen. Das lag nicht zuletzt daran, dass es hier meist bergab ging.
Da ich wusste, dass ich dies alles auch wieder hochlaufen musste versuchte ich mir dennoch alles so gut wie möglich aufzuteilen, was aber schwierig ist, wenn man nicht weiß was kommt oder allgemein nur relativ flache Strecken gewöhnt ist.

Ab Kilometer 10 ging es eigentlich nur noch bergauf. Beziehungsweise wenn es mal bergab ging, muss ich das gleiche Stück auch gleich wieder bergauf laufen.
Es überholten mich ein paar Läufer. Es war unmöglich da mitzuhalten. Es war denen anzumerken, dass sie die Strecke kannten.
Auf den letzten 700 Metern ging es nochmal bergauf. Ein Läufer lief an mich heran. Das letzte Stück liefen wir gemeinsam. An ein richtigen Schlusssprint bei einer solch schönen Steigung war nicht mehr zu denken. Die Kraftreserven waren aufgrund des ganzen Monats und wegen dieser hügeligen Strecke erschöpft.

Die Höhenmeter
Die Höhenmeter

Im Ziel war ich dann froh den Transponder an Torben übergeben zu können. Mit dem auf den letzten Metern zusammen gelaufenen Läufer wurde abgeklatscht und so ging es wankend zurück zum Auto. Mir ging es fast so “gut” wie beim Lauf zwischen den Meeren.

Am Ende des Relais de la Vallée du Semnon konnten wir uns dank Sörens absoluter Glanzleistung auf der letzten Etappe den 6. Platz sichern.

Was für ein grandiose Leistung aller unser Läufer!

Nach dem Zieleinlauf
Nach dem Zieleinlauf

Am Abend wurde das Ergebnis zusammen mit der französischen Partnerschaftskommission gefeiert.

Am Montag ging es dann auf Richtung Heimat. Durch einen Motorproblem schlichen wir im Deutschland nur noch mit einer Geschwindigkeit von maximal 110km/h auf der Autobahn entlang, wodurch wir erst gegen 2 in Kiel waren.

Trotz der langen Autofahrt hat dieser Staffellauf und das ganze Drum-Herum sehr viel Spaß gemacht. Es war ein wirklich besonderes Erlebnis!

14. Bordesholmer Seelauf [21.09.2014]

Zieleinlauf Bordesholmer Seelauf 2014
“Du siehst voll fertig und verschlafen aus” – Danke ;) Das hört man sehr gerne, wenn man zu einem Lauf aufsteht.
Eine Woche nach dem Kiel Lauf findet immer der Bordesholmer Seelauf statt. Immer wieder unpassend. Innerhalb einer Woche kann man sich nicht von einem Halbmarathon erholen, bei dem man alles gegeben hat.

Dennoch ging es mit Mutter und Freundin zum Bordesholmer Seelauf. 17,2km sind wirklich anstrengend. Tobias und Marcel wollten nur einen Trainingslauf aus diesem Lauf machen – was eigentlich auch sinnvoll war nach dem Kiel Lauf. Zudem wollen sie in Neumünster nochmal auf der Halbmarathondistanz angreifen.

Warmlaufen, beruhigende Worte wurden mir noch zugeflüstert und dann standen die Läufer um 10 Uhr auch schon an der Startlinie. Es regnete nicht, der Wind hielt sich in Grenzen und die Temperatur zum Laufen perfekt.

Der Start war verhalten, aber in einem sehr angenehmen Tempo. Michael Wittig machte von Anfang an Druck. Nachdem erst fast die erste Abbiegung verpasst hatte, setze er sich dennoch wieder schnell nach vorne. Olaf Struck und ich hinter ihm.
Höhenmeter - Bordesholmer Seelauf
Bei Kilometer 6 die erste Steigung. Die ersten 5 Kilometer noch in einem Durchschnittstempo von 3:40min/km wurde es jetzt bis zum Ende deutlich langsamer. Bei den folgenden 10 Kilometern war fast kein Kilometer unter 3:50min/km. Wittig war mittlerweile kaum noch in Sichtweite. Somit waren Olaf und ich wohl relativ froh, dass wir bis Kilometer 14 zusammenliefen und gegenseitig noch mal ein wenig Druck machten. Aber die Energie war auf jeden Fall raus. Keine Reserven. Nichts mehr vorhanden.

Bei Kilometer 14 stand dann noch Henning am Rand – seiner Meinung nach sah das Laufen bei mir noch locker aus – (Mein Gefühl sagte mir zu dem Zeitpunkt etwas Anderes).
Ich hatte die Vermutung, dass Olaf Struck sich nur kurz hinter mir erholt und dann nochmal angreifen würde.
Zwischenzeiten - Bordesholmer Seelauf 2014
Mittlerweile überholte man die 10-Kilometer-Läufer, die sich ebenfalls auf den letzten Kilometern befanden. So musste man zwar ein wenig Slalom laufen, aber immerhin zogen sie einen noch.
Auf den letzten 800 Metern zog mich noch ein junger Läufer, der mir auch nochmal gut zuredete. Als es dann auf die letzten 200 Meter am Sportplatz ging gab ich nochmal alles.

Nach 1:04:04h war ich dann als Gesamt zweiter im Ziel. Für mich meinen persönlichen Streckenrekord aus 2012 um 52 Sekunden unterboten (01:04:56h).
Im Ziel war ich dann doch ein wenig schwankend unterwegs, sodass eine Sanitäterin noch ein paar Mal nachfragte, ob es mir gut ginge. Nach ein paar Minuten beruhigte sich dieser Zustand aber wieder.

Vor dem Start unterhielt ich mich kurz mit Marco Pohlmann und äußerte mich folgendermaßen “Ich bin ganz schön fertig”. Später meinte er noch “…dafür ist ein zweiter Platz doch höchst respektabel”.

Von der Renneinteilung war es nicht perfekt, aber mit diesem Ergebnis kann ich nach dem Kiel Lauf dennoch sehr glücklich sein.


Kommenden Freitag (besser gesagt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag) geht es mit einigen Runaways nach Frankreich zum Staffellauf nach Bain-de-Bretagne. Sonntag wird gestartet. Ich werde dort die längste Strecke (~21.2km) laufen. Montag geht es dann zurück.
Der Bericht dazu folgt wohl irgendwann in der nächsten Woche.

Nach dem Wochenende werde ich wohl erstmal 3 Kreuze machen. Am Ende werden 64 Monats-Wettkampfkilometer im Lauftagebuch stehen. Den Oktober werde ich dann sehr ruhig angehen. Vielleicht werde ich einen Wettkampf mitlaufen, aber ich denke, dass ich eher meinem Körper etwas Erholung im Urlaub gönnen werde.

Kiel Lauf 2014 (14.09.2014)

Vor genau 6 Jahren (14.09.2008) habe ich beim Kiel Lauf meinen ersten Wettkampf bestritten. Damals in 48 Minuten und 48 Sekunden. (4:39/km). Wer hätte damals gedacht, dass mich das Laufen so begeistern würde.

Vorgeschichte

Kiel Lauf - Wochenenderöffnung Das Kiel Lauf Wochenende liegt nun mittlerweile hinter mir. Mein Körper ist noch relativ angeschlagen vom Wochenende und ich werde sicherlich noch Einiges an Erholung brauchen.

Am Freitag (12.09.2014) ging es abends um 19Uhr zur Hauptfiliale der Fördesparkasse in Kiel. Die Eröffnungs des Kiel-Lauf Wochenendes stand bevor. Bei einem alkoholfreiem Getränk und leckerem Essen wurde das Wochenende u.a. von Rainer Ziplinsky eröffnet. Es wurden zudem letzte Details zu Strecke (Die Strecke musste trotz aller Baustellen nicht verändert werden) und zum neuen unbeabsichtigten Teilnehmerrekord verraten.
Nach 1,5h Stunden ging es für mich noch mit u.a. Tim Janke zum Alten Markt und man traf sich noch mit zwei Läufern und redete über das Wochenende/Laufen/den Kiel Lauf.

Kiel Lauf 2014 - AufbauAm Samstag stand dann mein obligatorisches 3km-Warmlaufen an. “Ob das was wird”. Die vielen Tage Regeneration machten sich in den Beinen bemerkbar und so richtig konnte ich nicht einschätzen, was da für ein Lauf am Sonntag wird.
Gegen 14 Uhr ging es noch mit ein paar Runaways zum Aufbau des Kiel Laufes. Gegen 5 war ich dann auch – zum Glück – wieder zu Hause und konnte mich erholen und nochmal etwas Essen.

Die Startunterlagen hatte ich bereits am Freitag abgeholt, sodass ich nur noch meine Laufklamotten dementsprechend vorbereiten musste.
Ich wurde immer nervöser. Durch das Helfen beim Aufbau war ich dann zum Glück relativ früh müde und ging für einen Samstag sehr früh (Halb 10) ins Bett.

Der Lauf

Kritischer Blick bzgl. des Wetters
Kritischer Blick bzgl. des Wetters
Da der Lauf so gut wie vor meiner Haustür stattfand konnte ich relativ lange (bis 8 Uhr) ausschlafen. Frühstücken, Duschen & den Livestream von dem 6km-Lauf beobachten.
Mit dem Rad ging es dann zum Startbereich. Da aber gerade die Volksläufer auf der 10,5km Strecke einliefen musste ich doch einen kleinen Umweg gehen.
Henning, Torben, Sören & Marcel standen schon am verabredeten Treffpunkt. Es war 10Uhr und es fing erstmal an zu regnen. “Yey”

Mit Henning lief ich mich dann kurz warm und wir testeten die Straße. Teils schien es wirklich glatt/rutschig zu sein. Auch Hannes lief sch gerade warm. Leider erwischte er einen nicht so guten Tag und hatte ab der Hälfte der Strecke mit Seitenstechen zu kämpfen. (Kopf hoch Hannes! In Essen wirst du das Ding rocken!)
Bei einem Halbmarathon muss man sich zum Glück nicht so lange warm laufen. Relativ froh mit der Entscheidung so spät beim Start zu sein ging es, nachdem ich die Klamotten abgegeben hatte zum Startbereich.

Start

Holtenauer-Straße 1. Runde
Holtenauer-Straße 1. Runde

Da standen wir also an der Startlinie. Tobi, Philipp, Marco, Henning, Hannes, Olaf Struck. Der Countdown lief und los ging es.
Einmal vorsichtig um den Kreisel bei der Campus Suite am Boothafen herum und nun konnte das Spiel beginnen. Mit einem hohem Anfangstempo auf dem ersten Kilometer (3:30min) verlief der Start sehr schnell, aber genau nach meinem Geschmack. Tobi & co würden eh bald wieder aufschließen. Nach 2,5 Kilometern hörte ich dann viele Schritte hinter mir. “Huch” – ich drehte mich um “Was für eine große/schnelle Gruppe wir waren”.
Ich versuchte noch kurze Zeit vorne zu laufen und überließ beim ersten Anstieg die Gruppenführungsarbeit den Anderen.

Kiel Lauf 2014 - HM - Höhenmeter
Kiel Lauf 2014 – HM – Höhenmeter
Düsternbrooker Weg am Schloßgarten
Düsternbrooker Weg am Schloßgarten

In einem sehr flottem Tempo – von dem ich wusste, dass ich dieses auf der zweiten Runde niemals halten könnte – ging es durch Düsternbrook über die Holtenauer Straße Richtung Start/Ziel-Bereich in die zweite Runde. Beim Bergablaufen wurde mir – Philipp denke ich auch – klar, dass wir da vorne nicht mehr mithalten können.

Erst wollte ich Philipp ein Zeichen geben, dass er wieder rankommen soll und wir gemeinsam die zweite Runde laufen. Dann startete ich aber nochmal ein Versuch an Tobi, Henning und co heranzukommen. Dies gelang vielleicht einen Kilometer. An der Kiellinie musste ich sie aber auch wieder ziehen lassen. Es fing an zu regnen zu gießen. “Auch egal – immerhin jetzt erst und nicht in der ersten Runde”

Kiel Lauf 2014 - HM - Zwischenzeiten
Kiel Lauf 2014 – HM – Zwischenzeiten

Tobi, Henning & co holten dann sogar Hannes ein. Moment? Hannes dürfte da gerade nicht sein. Eigentlich müsste er relativ weit vorne dabei sein. Auch ich kam Hannes näher und als es dann hoch nach Düsternbrook ging überholte ich ihn sogar. Ich versuchte ihn nochmal kurz zu motivieren (oder wie man das auch nennen mag – ich glaube viele verständliche Wörter habe ich nicht rausbekommen, da der Anstieg auch viel Kraft & Energie kostete).

Weiter ging es. Viel passierte jetzt nicht mehr. Ich kämpfte mich relativ alleine bis zur Holtenauer hoch und fing dann auch an zu rechnen. Sub 1:20h möglich? Ich war mir unsicher. Nachdem Hans-Ehrich Jungnickel an der Holtenauer noch meinen Namen erwähnte sog ich all die Energie, die die Zuschauer durch den Applaus und Lärm einem gaben, ein und holte meine letzten Reserven raus.

Im Ziel

Die Mittelstraße zog sich mal wieder in die Länge. Am Ende angekommen wusste ich aber, dass es jetzt nur noch besser und schneller werden kann. Nach einigen hundert Meter ging es dann die letzten 300m Bergab Richtung Ziel. Gänsehaut pur. Über die Ziellinie. Ende aus! Der Halbmarathon ist vorbei. Eine kurze Sekunden auf den Knien abgestützt.

Ein kurzer Blick in die Kamera – lächeln – und weiter zu den Getränken. Alle Gedanken die ich im Vorwege gemacht haben waren auf einmal weg. Dieser Lauf hat mein Läuferjahr gerettet ;)
Die persönliche Bestzeit um 1:35min unterboten! (Wenn auch die Zeit schon 2 Jahre alt ist)

Erschöpft und allesamt glücklich im Ziel
Erschöpft und allesamt glücklich im Ziel

Nach einer sehr angenehmen, wenn auch schmerzhaften Massage ging es schnell nach Hause Duschen und anschließend noch zum Zugucken bei der Siegerehrung.
Gegen halb 3 halfen wir noch beim Abbau vom Kiel Lauf. Als ich dann gegen 18 Uhr zu Hause war fiel ich auch schon fast ins Bett. Absolut erledigt, aber glücklich.

Zusammengefasst:

  • Strecke: Halbmarathon
  • Zeit: 1:19:26h (netto)
  • Pace: 3:46min/km
  • 17./1565 Gesamtplatz
  • 13./1212 Platz bei den Männern
  • Zur Ergebnisliste

Danke!

Und ich muss jetzt mal Danke sagen! Ich war die letzten Wochen verdammt nervös was den Kiel Lauf angeht. “Werde ich meine Wunschzeit erreichen” – “Werde ich gut durchkommen?”
Eltern, Freunde und vor allem meine Freundin mussten sich so Einiges von mir anhören und mich beruhigen. Danke an alle für die beruhigenden Worte! Es hat geholfen! :)

Und natürlich ein großen Dank an Rainer Ziplinsky, dass es den Kiel Lauf gibt und an das gesamte Zippels-Team André, Benjamin, Tim-Ole, Mandy, Simon, Thomas & Juliane für die Geduld & Energie, die ihr in die Organisation und Abwicklung des Kiel Laufes steckt!

P.S. Ein Dank an Sören für die ganzen Bilder! :)

5. Kowsky Team- und Firmenlauf [4,5km][5.09.2014]

Kowsky Lauf 2014Am vergangenen Freitag ging es nach der Arbeit etwas abgehetzt mit Tobi & Dirk nach Neumünster. Marcel war schon bereits in Neumünster.

Strecke: 4,5km. Schnell und schmerzhaft! Bei dieser Veranstaltung spendete jeder Teilnehmer automatisch durch die Teilnahmegebühr 1€ an ein soziales Projekt.
Zusammen starteten wir für ISA Traesko unter dem Namen “The Runaways for Isa-Traesko”.

Was will man auf einer solchen Strecke schon erwarten? Gleich nach dem Start setzte sich ein Schüler an die Spitze. Wir blieben gemeinsam den ersten Kilometer hinter ihm und überholten ihn dann anschließend. Dirk machte auf dem zweiten Kilometer ordentlich Druck, sodass ich beim zweiten Kilometer eine 3:13 auf der Uhr stehen hatte. Das konnte nicht gut gehen. Oder doch?

Kowsky Lauf 2014

Kowsky Lauf 2014 - Urkunde & PokalDer dritte Kilometer in 3:22 und der Vierte in 3:27 zeigten, dass ich an der Grenze lief. Auf den letzten 500 Metern konnte ich dann nochmal das Tempo erhöhen (3:14/km).
Nach einem leckeren Erdinger Alkoholfrei und der Siegerehrung war die Veranstaltung dann auch schon um 19:30 vorbei.

Am Abend und in der Nacht spürte ich den Wettkampf doch sehr deutlich im ganzen Körper. Ich glühte mal wieder wie verrückt.

Am Tag darauf stand dann auch noch ein letzter – aufgrund des Wettkampfes aber leicht verkürzter – langer Lauf an. 20km. Hoffen wir mal, dass es am kommenden Sonntag nicht so schwül wird.
Die bisherigen Wettervorhersagen sehen ja gut aus!

Seitdem steht Tapering auf dem Plan. Am Montag waren es 8km mit ein paar Fahrtspielen und zwei Kilometer im angestrebten Halbmarathontempo.
Gestern (Mittwoch) standen dann nochmal etwa 13km an mit 4km im Halbmarathontempo und einigen kurzen Steigerungen.
Der Rest der Woche wird ruhig. Samstag gibt es noch meine obligatorischen 3km Warmlaufen und sonst versuche ich mich so gut wie möglich auszuruhen.

Wir sehen uns beim Kiel Lauf 2014 am Sonntag auf der Halbmarathonstrecke!
Euer
Michael

21. Mare Straßenlauf “Rund um den Holtenauer Leuchtturm” [29.08.2014]

21. mare Straßenlauf - Rund um den Holtenauer Leuchtturm
“Ich habe keine Lust” – Ich glaube diesen Satz sage ich selten so vor Wettkämpfen. Dieses Mal lag es einfach wieder an einem zu straffen Zeitplan am vergangenen Freitag.
Arbeit – Der Lauf – Sommerfest meines alten Arbeitgebers. Natürlich hätte ich den Lauf ausfallen lassen können, aber ich wollte dieses Jahr noch einmal beim Zippels Cup dabei sein.

Zudem kommt noch hinzu, dass ich irgendwie einfach nie mit meinen Zeiten zufrieden sein kann. Ich sehe derzeitig wie stark sich unser Team verbessert hat. Vielleicht sollte ich wie Philipp Grotrian (1. Gesamtplatz bei diesem Lauf in 00:34:23) einfach mal anfangen nach der First-Methode zu trainieren. (Sein Tipp – aber er als Triathlet muss schließlich auch alles etwas verteilen). Und da ich es nicht hin bekomme mal einen ruhigen “langsamen” Dauerlauf zu machen könnte es sogar sein, dass ich diese Methode nach September/Oktober mal ausprobieren werde. Zudem möchte ich ab Oktober endlich an einem Kraulkurs teilnehmen.

Aber nun mal zum Lauf:
Meine Mutter wollte mich mal wieder bei einem Lauf sehen. Praktisch – so musste ich nicht mit dem Rad zum Lauf fahren.
Um kurz vor 5 war ich dann in Holtenau. Typischer Ablauf: Startunterlagen abholen, umziehen, die anderen Runaways begrüßen, gemeinsam warmlaufen & ab an die Startlinie.
21. mare Straßenlauf - Rund um den Holtenauer Leuchtturm
Der Start war insgesamt eigentlich verhalten. Ich musste auf den ersten 500 Metern immer wieder aufpassen nicht vorne aufzulaufen und abbremsen – etwas was ich gar nicht mag – sodass ich erst nach dem ersten Kilometer meinen Tritt fand.
Henning Liß vor mir, hinter mir Marco Pohlmann, Daniel Kagelmacher und Olaf Struck.

21. mare Straßenlauf - Rund um den Holtenauer Leuchtturm

Nach 2,5km ging es dann um den Leuchtturm herum. Der Erste war noch nicht zu sehen. Zurück zum Stadion – bergauf.
Wie uns kurz vor dem Start mitgeteilt wurde gab es dieses mal keine Getränkestelle beim Leuchtturm, sondern nur nach 5km am Stadion.
Nur standen diese soweit links, sodass es mir nicht wert war langsamer zu Laufen bzw. einen minimalen Umweg zu machen nur um Wasser zu bekommen.

Zieleinlauf
Zieleinlauf
Und wieder ging es 2 Kilometer bergab. Ich sah Philipp vorne. Einmal “Rund um den Holtenauer Leuchtturm” rum und wieder bergauf zum Stadion. Wieso kommt es einem auf der zweiten Runde immer so ewig weit bis zum Ziel vor? Eigentlich immer in der Vermutung, dass Daniel Kagelmacher und Olaf Struck fast direkt hinter mir waren lief ich noch einmal um die Ecke und konnte das Ziel schon sehen und eines war klar: Meine Zeit von vor 2 Jahren (35:59min) würde ich heute nicht unterbieten können. Dennoch versuchte ich nochmal alles zu geben (sieht man hoffentlich auch gut am Bild). Nach 36:07min war ich dann als 8. (2. in der männlichen Hauptklasser) im Ziel.
Ja ich sollte zufrieden sein, aber sagt das mal meinem Kopf ;)

Am kommenden Freitag stehe ich mit 3 Runaways beim 5. Kowsky Team- und Firmenlauf am Start, welchen ich nochmal als kleine Tempospritze für den Kiel Lauf mitnehme. Am Wochenende gibt es noch eine lange Einheit und danach steht Tapering an.
Dieses Jahr habe ich doch durch den Lauf in Kaltenkirchen gelernt, dass mein Körper gerne etwas stärkeres Tapering vor den Wettkämpfen möchte. Also bekommt er dies auch.
Langsam bin ich wirklich schon gespannt auf den Kiel Lauf.

(Danke Tim Janke & Marcel Loyall für die Fotos!)

Windmühlenlauf Bokel 5km [20.08.2014]

Warmlaufen
Warmlaufen
Am vergangenen Mittwoch stand ein kurzer Wettkampf als Trainingslauf im Programm. 5km wieder an die Grenzen gehen.
Wie immer zwickte irgendetwas. Am Montag war ich wieder im Fitnessstudio und habe dort auch einige Rumpfstabilisationsübungen gemacht und dabei mir entweder eine leichte Zerrung (oder etwas Ähnliches) geholt.
Am Dienstag bin ich dann auch nicht gelaufen um für Mittwoch etwas erholt zu sein.

Nach der Arbeit ging es dann direkt nach Bokel. Warmlaufen mit unserer Truppe und die Strecke begutachten. Scheint eine schnelle Strecke zu sein. Vor allem flach!

Der Startschuss fiel dann auch um 18:15h. Wie bei einem 5km Wettkampf auch nicht anders zu erwarten, war dies ein sehr schneller Start. Wobei eine 3:20 für den ersten Kilometer dann perfekt war.

Bokeler Windmühlenlauf - Zonen

Kilometer 2 und 4 waren mir zwischenzeitlich zu langsam. Ich lief in einer recht passenden Gruppe mit u.a. Anna Gehring. Das ärgerliche war, dass ich hier einfach nicht vorbei kam. Vor mir liefen zwei und links neben mir lief Henning. Und Abbremsen und dann links vorbei war mir zu riskant.

Zwischenzeiten
Zwischenzeiten

Zieleinlauf Bokeler Windmühlenlauf 2014Bei etwa Kilometer 3,5 versuchte ich dann doch an denen vorbeizukommen. Dafür lief ich kurzzeitig neben dem Asphalt. Jannik Weidmann ging mit. Ich vermutete schon, dass er am Ende deutlich besser weg sprinten würde. Was auch so vor dem Ziel geschah. 2 ganze Sekunden trennten uns am Ende.

Was uns (Runaways) am Ende alle komisch vorkam war, dass wir auf allen unseren Uhren 5,1km stehen hatte. Sollte die Strecke nicht amtlich vermessen sein? Klar, GPS ist nicht so genau, aber auch die nachträgliche Bemessung über Google zeigt, dass es eine 5,1km Strecke war.
Mit diesem Gedanken kann ich mich auf jeden Fall gut anfreunden. 17:18min auf 5,1km. Durchgangszeit bei 5km wäre dann genau eine 17:00 gewesen. Das passt doch!

Es war auf jeden Fall eine tolle Veranstaltung und eine schöne Strecke. Die Schmerzen habe ich zum Glück nicht so deutlich auf den 5km gespürt.

Nächsten Freitag steht der Holtenauer Leuchtturmlauf “Rund um den Holtenauer Leuchtturm” statt. Ich werde den Lauf ohne große Ambitionen angehen, da ich eigentlich mittlerweile nur noch den Kiel Lauf im Kopf habe.

Das war es auch erstmal wieder!
Euer Michael